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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Hier ist die Lärmbelastung besonders hoch

02.08.2019

Wildeshausen Lärm ist eine Geißel des 21. Jahrhunderts. In Wildeshausen sind circa 1000 der rund 20 000 Einwohner von Umgebungslärm über 55 und bis zu 73 Dezibel dB(A) betroffen – verursacht durch die Hauptverkehrsstraßen mit mehr als drei Millionen Fahrzeugen pro Jahr. So steht es im Lärmaktionsplan der Stadt Wildeshausen, den der Rat beschlossen hat. Damit kommt die Stadt einer Vorgabe der Europäischen Union nach, alle belasteten Zonen zu kartieren. Wildeshausen muss nicht nur einen Aktionsplan aufstellen, sondern auch konkrete Pläne erarbeiten, wie die Lärmbelastung reduziert werden kann.

In der Kreisstadt sind insbesondere Bürger in Aumühle und der Wiekau betroffen, die dicht an der Autobahn 1 wohnen. Aber auch in den Wohngebieten entlang des Nordrings (Landesstraße 873) gibt es hohe Belastungen. Laut Gutachten liegen die maximalen Fassadenbelastungen in der Nacht bei 62 dB(A). Die bestehenden Lärmschutzbauwerke seien nicht in der Lage, die dahinter liegenden Wohngebiete vollständig zu schützen.

Nachts bis zu 64 dB(A)

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Harpstedter und Delmenhorster Straße (Landesstraße 338). Dort liegen die nächtlichen Fassadenpegel bei bis zu 64 dB(A). Ähnlich hohe Werte gibt es bei einigen Immobilien an der Ahlhorner Straße und am Westring.

Um die Lärmpegel zu senken, gibt es in den nächsten fünf Jahren verschiedene Möglichkeiten: Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, Einbau von lärmminderndem Asphalt, Bau oder Erhöhung von Schallschutzwänden und Schallschutzfenster. Für die Autobahn und die Landesstraßen ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr der zuständige Baulastträger. Die Stadt muss somit ihre Forderungen dort einreichen. Für Wohngebäude an der A 1 mit einem Fassadenpegel von mehr als 57 dB(A) in der Nacht ist der Anspruch auf Lärmsanierung vom Baulastträger zu prüfen. Anträge müssen direkt bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg eingereicht werden.

Laut Gutachter sollte auf dem Nordring geprüft werden, bei der nächsten Sanierung einen lärmmindernden Asphalt einzubauen. Entlang der Harpstedter und Delmenhorster Straße sind zwischen der Einmündung Zuschlagsweg und dem Abzweig „Im Hagen“ wie auch zwischen der Einmündung Reckumer Straße und der Liegenschaft Harpstedter Straße 51 zahlreiche Wohngebäude hoch bis sehr hoch belastet, heißt es im Lärmaktionsplan. Dort sollte zwecks Lärmreduzierung geprüft werden, ob die Geschwindigkeit von 50 auf 30 km/h reduziert werden kann – zumindest nachts. Die in der Lärmkartierung ermittelten Fassadenwerte von bis zu 73 dB(A) tagsüber und bis zu 64 dB(A) nachts deuteten darauf hin, dass die Beurteilungspegel der Lärmschutzregel-Richtlinie-Straßenverkehr überschritten werden.

Schild für Lärmschutz

Der Gutachter hat der Stadt auch empfohlen, das Zusatzschild „Lärmschutz“ an mehreren Stellen mit aufzuhängen. Autofahrer würden sich eher an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, wenn der Grund dafür bekannt sei. Außerdem sollten elektronische Geschwindigkeitsmesstafeln aufgehängt werden. Auch sollte geprüft werden, ob auf der Ortsdurchfahrt der L 338 (Delmenhorster und Harpstedter Straße) im Zuge der nächsten Sanierung ein lärmmindernder Asphalt aufgebracht werden kann. Dadurch könne der Lärm um bis zu vier Dezibel reduziert werden.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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