• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Rewe will noch in diesem Jahr mit Umbau loslegen

25.05.2019

Wildeshausen Die Baulücke in exponierter Stadtlage beschäftigt die Wildeshauser seit Jahren. Genauer gesagt: seit April 2016. Da wurde die Traditionsgaststätte Wolters („Hotel Stadt Bremen“) abgerissen. Kurze Zeit später machte die Rewe-Gruppe ihre Pläne öffentlich, den benachbarten Supermarkt erweitern zu wollen. Die Vertragsverhandlungen mit der Stadt Wildeshausen stehen nun unmittelbar vor dem Abschluss. Das Unternehmen wartet auf die Baugenehmigung durch den Landkreis, sagte Matthias Keil, Expansionsleiter von Rewe-Nord, am Freitag auf NWZ-Anfrage.

Der städtische Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt hatte sich am Vortag mit dem „Durchführungsvertrag“ sowie dem vorhabenbezogenenen Bebauungsplan Nr. 11 („Neubau und Erweiterung Rewe-Markt“) zu befassen. Dabei wurden die unterschiedlichen Auffassungen über die Bebauungspläne erneut offenkundig.

Mehr Grün verlangt

Der parteilose Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff zeigte sich „erschrocken“ über den Vertragstext. Er vertrage sich nicht mit dem Entwicklungskonzept „Wildeshausen 2030“. Heiner Spille (UWG) bedauerte, dass Rewe keine großen Bäume an der Straße pflanzen müsse, wie das die UWG angeregt hatte. Auch Uwe Bock (Piraten-Partei) fand seinen Antrag nicht wieder. Dagegen betonte Wolfgang Sasse (CDU), der Investor haben die Anforderungen weitgehend erfüllt. Bei einer Gegenstimme gab der Ausschuss grünes Licht für den Durchführungsvertrag.

Wie Thomas Aufleger vom Oldenburger Planungsbüro NWP erläuterte, plant der Rewe-Konzern am Huntetor, den vorhandenen Lebensmittelmarkt zurückzubauen und durch einen Neubau mit einer maximalen Verkaufsfläche von 1625 Quadratmetern zu ersetzen. Das sind knapp 300 m² mehr als zurzeit. Hinzu komme ein Bäcker mit Café auf einer Fläche von 100 m². Auf einer Grundstücksfläche von etwa 3552 m² will Rewe insgesamt 91 Pkw-Stellplätze bauen, davon drei Eltern-Kind-Parkplätze sowie zusätzlich zwei Behindertenparkplätze nahe des Eingangs.

Neue Verkehrsinsel

Der Verkehr in diesem Bereich soll neu geordnet werden. So empfahl die Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV, Hannover), die künftige Ein- und Ausfahrt zum Rewe-Parkplatz in Richtung Stadtzentrum zu verlegen. Damit entstehe Platz für eine Fußgänger-Querungshilfe auf der Straße. Mit dem Betreiber der gegenüberliegenden Tankstelle sei abgesprochen, dort die Zahl der Zufahrten von drei auf zwei zu reduzieren. Allerdings melde die Polizei Zweifel an, ob dies so funktioniere, so Aufleger. Bei der öffentlichen Auslegung des B-Planes habe es keine Einwände von Bürgern gegeben.

Noch mal verhandeln?

Das brachte Schulze Temming-Hanhoff auf die Palme: Die Öffentlichkeit sei gar nicht informiert worden, gab er zu Protokoll. Daher sei der Beschluss rechtswidrig. Marko Bahr (FDP) und Frank Stöver (CDW) forderten erneut, Bäume in den Grünstreifen zwischen den Parkplätzen zu pflanzen. „Das ist doch kein Problem“, zeigte Stöver eine Skizze. Und „Pirat“ Bock sagte: „Wenn sie das nicht wollen, sollen sie doch in Visbek bauen.“ Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge warnte eindringlich davor, dem Investor neue Einschränkungen aufzuerlegen. Die Verwaltung habe zudem schon dreimal mit der Rewe-Gruppe über die Grünflächen verhandelt. Sasse und Ausschussvorsitzender Hartmut Frerichs (SPD) wollten das Verfahren zügig zu Ende bringen. „Wir machen uns bei den Investoren lächerlich“, so Frerichs. Bei einer Gegenstimme votierte der Ausschuss für die Aufstellung des B-Planes.

Warten auf die Stadt

Wie Rewe-Expansionsleiter Keil sagte, soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, sobald die Genehmigung vorliege. „Wir wollen den Markt im Winter dicht bekommen.“ Ansonsten beginne man in 2020. Keil sprach von einem Investment im Volumen von vier Millionen Euro.

Auch die zuständige Baugenehmigungsbehörde, der Kreis Oldenburg, sieht sich nach den Worten von Bauamtsleiter Peter Nieslony „auf einem guten Weg“. Mit Blick auf das Raumordnungsrecht bestünden keine Bedenken. Nieslony: „Wir warten auf den Satzungsbeschluss der Stadt.“ Der soll nun in der Ratssitzung am Donnerstag, 27. Juni, gefasst werden.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2701
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.