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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Lebensversicherung“ der Gilde zahlt weiter 350 Euro

20.02.2018

Wildeshausen Einstimmiger Beschluss bei der Mitgliederversammlung der Totenlade der Wildeshauser Schützengilde: Der Jahresbeitrag bleibt stabil bei 8 Euro. Auch künftig werden die Hinterbliebenen einen Beitrag von 350 Euro aus der Totenlade, quasi die Lebensversicherung der Gilde, erhalten.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr lagen die Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen inklusive Zinsen bei 54 402 Euro. 2016 waren es noch 59 806 Euro. Dem standen im Vorjahr Ausgaben von 17 356 Euro, davon allein 15 050 Euro aus den „Sterbegeldern“, gegenüber, berichtete Schatzmeister Siegbert Schmidt. Somit betrug der Überschuss 37 046 Euro. Im Jahr 2016 wurden noch 43 101 Euro erwirtschaftet.

Insgesamt habe die Schützengilde für die Totenlade 690 661 Euro auf diversen Konten angelegt. Die Frage, ob für die Totenlade schon „Strafzinsen“ gezahlt werden müssten, verneinte Schmidt. Immerhin seien im vergangenen Geschäftsjahr Zinserträge von 3138 Euro erwirtschaftet worden. Im Jahr 2016 lagen die Zinserträge noch bei 8890 Euro. Allerdings habe die Gilde einen Teil der Anlage „umgeschichtet“, so Schmidt. „Die Bank war schon froh, als wir das Geld weggeholt haben.“

Rechnungsprüfer Björn Schmidt bescheinigte dem Schatzmeister eine erstklassige Buchführung. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Für das Oberhaus scheidet Dieter Hellbusch als Kassenprüfer aus. Für ihn rückt Manfred Heinrichs nach.

In der nachfolgenden Generalversammlung fiel das Votum, auch in diesem Jahr das Gildefest feiern zu wollen, wie erwartet einstimmig aus (die NWZ berichtete). Eine positive Rückmeldung auf das Fest des vergangenen Jahres gab es unter anderem vom General der Gilde, Bürgermeister Jens Kuraschinski: Er pflege sehr viel Kontakt mit den anderen Behörden in Wildeshausen. „Das Gildefest läuft trotz seiner Größe immer noch sehr friedlich ab.“

Weil Oberst Willi Meyer krankheitsbedingt fehlte, vertrat ihn sein Adjutant, Oberstleutnant Andreas Tangemann. Dieser mahnte Veränderungen an. Im sogenannten Zukunftsausschuss werde die Gilde Innovationen besprechen. Das Gremium soll alle zwei Jahre neu besetzt werden. Unter das Motto „Unsere Sprache ist unsere Heimat“ stellte Egon Eilks seine Wortmeldung. Bei der Gilde müsse es mehr plattdeutsche Beiträge geben als „Pingsten ward fiert“, erklärte der 83-jährige Schwarzrock. Der Plattdeutsch-Beauftragte Friedrich Ahlers, zugleich Offizier der Gilde, sollte sich einmal Gedanken machen.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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