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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Plastic Ocean“ bald auch im Landkreis?

23.06.2018

Wildeshausen Es ist ein Thema, das Mitglieder vom Verein Grüner Planet in Wildeshausen bewegt: Plastik. Deshalb luden sie jüngst zur Filmvorstellung „A Plastic Ocean“ im Wildeshauser Lili-Servicekino ein.

Mehr als 50 Interessenten waren gekommen, um den Film zu sehen und an der anschließenden Diskussionsrunde mit Meeresbiologin Rosanna Schöneich-Argent teilzunehmen. Die Doktorandin des Projekts „Makroplastik in der südlichen Nordsee“ (Universität Oldenburg) wusste das Publikum mit ihrer Art und ihrem Fachwissen zu begeistern. „Jeder kann etwas ändern. Schaut euch die Produkte, die ihr täglich konsumiert, genau an, und entscheidet euch bewusst – dafür oder eben auch dagegen“, gab sie den Zuschauern mit auf den Heimweg.

Eine der Besucherinnen im Lili-Servicekino war Marianne Steinkamp. Sie gehört dem Naturschutzbund (Nabu) Dötlingen-Wildeshausen an. Sie möchte nicht nur auf das Thema Plastikmüll weltweit aufmerksam machen – sondern auch vor der eigenen Haustür. Wenn nicht gerade Wasser durch die Wasserrinne in der Westerstraße in Wildeshausen fließt, beobachte sie häufiger, dass dort Zigarettenstummel achtlos hingeworfen würden. Denn auch Zigaretten enthalten Plastik. „Der Filter einer Zigarette besteht aus Plastik, das als Müll in der Natur eine große Gefahr für die Umwelt darstellen kann, da es sich nicht abbaut“, heißt es dazu in einem Bericht des Nabu, verfasst von Kristina Reiß. Mit der Kamera hält Steinkamp solche Vermüllungen fest. Ob zwischen Blumenbeeten oder an Autobahnauffahrten – an mehreren Orten beobachte sie die Vermüllung.

Als extremes Beispiel nennt sie eine illegale Müllkippe am Wendehammer hinter dem Wertstoffhof vor Bargloy. Während einer Radtour im April habe sie diese entdeckt. „Es ist sogar ein Kühlschrank dabei“, berichtete das Nabu-Mitglied. Steinkamp zeigt sich über solche Rücksichtslosigkeit empört: Die weggeworfenen Stummel haben „gravierende Auswirkungen auf alle Organismen, die damit in Verbindung kommen, ohne dieses selber bewusst zu steuern.“ Beispielsweise Vögel, die die Stummel in die Nester mit einbauen oder die Fische, die sie fressen – oder auch die Kontamination der Böden. Im Falle der Müllkippe wolle sie diese beim Landkreis melden, berichtet Steinkamp.

Und auch sonst gibt es Bestrebungen, das Thema Müll – besonders Plastikmüll – in die Hand zu nehmen: „Es gibt bereits sinnvolle Alternativen, hergestellt aus verschiedensten pflanzlichen Rohstoffen wie Getreide oder Algen“, weiß Raphael Klein, vom „Grünen Planeten“. Die Initiative Natürlich Wildeshausen will über ein nachhaltiges Coffee-to-go-System und eine Verteilaktion von Jutebeuteln mit der Aufschrift „Plastik war gestern!“ auf Plastikverzicht hinweisen. „Wir wollen den Gebrauch von Plastiktüten minimieren und hoffen auf viele Besucher an unserem Infostand“, so der Wunsch von Antonia Klein, Vorsitzende des Wildeshauser Jugendparlamentes.

Verena Sieling
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2708

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