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NWZonline.de Region

Wildeshausen und Visbek wieder Freunde

07.04.2017

Wildeshausen /Visbek Die Stadt Wildeshausen und die Nachbargemeinde Visbek haben sich wieder lieb. Der Rechtsstreit um das Visbeker Industrie- und Gewerbegebiet „Wildeshauser Straße“ wurde beigelegt. Die Stadt Wildeshausen hat die Normenkon-trollklage gegen die Flächennutzungsplanänderung sowie gegen den Bebauungsplan in Varnhorn und damit vor den Toren der Kreisstadt zurückgezogen. Das erklärten die beiden Bürgermeister Jens Kuraschinski (Wildeshausen) und Gerd Meyer (Visbek) am Donnerstag im Stadthaus von Wildeshausen.

Dabei unterschrieben sie eine Absichtserklärung zwischen beiden Kommunen. Darin wird in der Wirtschaftsförderung eine engere Zusammenarbeit angekündigt. Ferner erklären die beiden Kommunen, aktiv keine Unternehmen voneinander abzuwerben und sich im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten darüber zu informieren, wenn ein Betrieb aus der anderen Kommune sich um ein Grundstück in der Nachbargemeinde bewirbt. Ferner wird geprüft, inwieweit interkommunale Gewerbegebiete bei der Ausweisung neuer Wirtschaftsstandorte möglich sind. Ferner wollen sich Vertreter beider Kommunen mindestens alle zwei Jahre zu einem Erfahrungsaustausch über die gewerbliche Entwicklung in der Region treffen.

Wie die beiden Bürgermeister erklärten, hätten die gemeinsamen Gespräche auf Verwaltungsebene und mit Vertretern beider Räte in den vergangenen Monaten dazu geführt, die beiderseitigen Interessen zu bündeln. „Ich freue mich, dass Wildeshausen die Normenkontrollklage zurückgenommen hat“, sagte Meyer. Doch damit habe die Gemeinde Visbek noch keine freie Bahn. Auch von Seiten des Naturschutzbundes (Nabu) sei eine Normenkontrollklage anhängig. Meyer geht aber davon aus, dass im Herbst mit der Erschließung des 26 Hektar großen Gewerbe- und Industriegebietes begonnen werden kann. „Wir arbeiten jetzt seit sechs Jahren an dem Projekt und wollen es nun bald zum Abschluss bringen“, so Meyer. Neun Visbeker Betriebe wollten sich neu ansiedeln oder dort erweitern. Drei Firmen habe der Prozess zu lange gedauert, sie hätten sich andernorts orientiert.

Aus Wildeshauser Sicht wurde insbesondere immer wieder die verkehrliche Belastung betont, die durch das Visbeker Gewerbe- und Industriegebiet auf Wildeshausen und vor allem auf den Westring zukommt. Meyer sprach von 18 500 Fahrzeugen pro Tag auf dem Westring im Jahr 2030. Davon kämen 800 zusätzlich aus Visbek. Derzeit sind es 15 000 Fahrzeuge in 24 Stunden. Kuraschinski nannte als einen Grund dafür, dass die Stadt Wildeshausen die Normenkontrollklage nicht weiter verfolgt, die mangelnde Aussicht auf Erfolg.

Meyer betonte, dass die Sorgen der Stadt Wildeshausen und der Gemeinde Visbek identisch seien. Beide Gemeinden müssten der Nachfrage nach gewerblichen Flächen gerecht werden. „Die Gewerbesteuer gibt uns den notwendigen Spielraum, die Zukunft von Visbek zu gestalten“, so Meyer.

Zum Vergleich: Wildeshausen hat 20 000 Einwohner, Visbek 10 000. Wildeshausen hatte 2016 ein Gewerbesteueraufkommen von rund neun Millionen Euro, Visbek von 11,5 Millionen.

Für Visbek sei Wildeshausen unumstritten das Mittelzentrum, so Meyer. Beide Kommunen profitierten vielfältig voneinander. „Und als Nachbarn sollten wir auch gemeinsam feiern. Viele Visbeker kommen gerne zum Gildefest.“

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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