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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen: Bauprojekt wäre eine Aufwertung der Altstadt

01.11.2018

Wildeshausen Die Kreisstadt und die gesamte Region im Naturpark Wildeshauser Geest müssten dringend an ihrem Profil und ihrer touristischen Entwicklung arbeiten. Diese Ansicht hat im Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur die Wildeshauser Stadtmarketing-Beauftragte Daniela Baron vertreten. Die Megalithkultur mit den Großsteingräbern und dem Pestruper Gräberfeld seien „ein unglaublicher Schatz, den wir heben wollen“.

Das Urgeschichtliche Zentrum Wildeshausen (UZW) solle nicht länger nur ein Schild an der Autobahn bleiben. Mit dem Besucherzentrum „Alte Feuerwache“ in Wildeshausen solle auch ein Anlaufpunkt für Touristen geschaffen werden, von wo aus auch der gesamte Naturpark Wildeshauser Geest bedient wird.

Gleichzeitig, so Baron, dürfe das UZW nicht als Einzelprojekt betrachtet werden, sondern als Aufwertung der gesamten Wildeshauser Altstadt mit den alten Polizeigebäuden und dem Alten Amtshaus an der „Herrlichkeit“, dem Brennerei-Museum, der Alexanderkirche, dem E-Wasserwerk, der Hunte und den denkmalgeschützten Häusern an der „Sägekuhle“.

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Zwei Millionen Euro

Die Bau- und Planungskosten für das UZW bezifferte Baron auf zwei Millionen Euro. Die maximale Förderung liegt bei 1,2 Millionen Euro. Somit müsse die Stadt 800 000 Euro finanzieren. Hinzu kommen nicht förderfähige Kosten der Ausstellung von 350 000 Euro.

Darüber hinaus kommen auf die Stadt laufende Kosten zu. Die Ausgaben für unter anderem Gebäude, Personal, Sonderausstellungen und Material werden mit 135 189 Euro pro Jahr kalkuliert, die Einnahmen unter anderem durch Tickets, Gastronomie, Parkgebühren, Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest mit 82 600 Euro. Für die Differenz von 52 589 Euro muss die Stadt geradestehen.

Baron sieht im UZW nicht nur einen Imagegewinn für Wildeshausen, sondern legte aus der Machbarkeitsstudie auch wirtschaftliche Effekte durch den Tourismus von jährlich 9,4 Millionen Euro dar. Aktuell liegt nur die Gemeinde Dötlingen mit 5,39 Übernachtungen je Einwohner (gesamt 33 508 pro Jahr) über dem Landesdurchschnitt in Niedersachsen (5,21 Übernachtungen je Einwohner (41,4 Millionen). Wildeshausen hat nur 1,58 Übernachtungen je Einwohner (30 247) vorzuweisen. Laut Studie können 15 000 Besucher pro Jahr im UZW erwartet werden. Weitere Kundschaft käme durch besondere Veranstaltungen hinzu.

Nun geht es darum, ein Betreibermodell für das UZW auf den Weg zu bringen. Es soll ein Trägerverein gegründet werden, der das UZW bewirtschaftet sowie sich um ideell und finanziell unterstützende Partner bemüht. Das sind zum Beispiel die Stadt Wildeshausen, der Förderverein Urgeschichtliches Zentrum, der Verkehrsverein und das Forstamt Ahlhorn. „Es gibt erste Kontakte mit Partnern. Diese Gespräche waren positiv“, sagte Bürgermeister Jens Kuraschinski, der mit Daniela Baron auf Werbetournee ist. Der Landrat habe ihm gesagt, dass er die überregionale Bedeutung des Projektes anerkennt.

Nach Ansicht von Rainer Kolloge (UWG) muss sich die Stadt nicht nur um das UZW kümmern, sondern auch um das E-Werk, die Herrlichkeit und die Lohgerberei. „Wir können nicht ewig sagen, wir machen das und wenn es ums Geld geht, holen wir den spitzen Bleistift raus.“ Ähnlich sah das im Ausschuss auch Klaus Schultze (Grüne).

Diskussion im Ausschuss

Jens-Peter Hennken (CDW) vermisste noch die konkreten Partner, um das Projekt an den Start zu bringen. Gleichwohl: „Wir sind Fan vom Urgeschichtlichen Zentrum.“ Er machte aber kein Hehl daraus, dass ihm die Schulbauten, das Industrie- und Gewerbegebiet Wildeshausen-West sowie die Sanierung des Freibades wichtiger sind.

Arne Peters (FDP) kann sich durchaus vorstellen, dass sich die Stadt auf mehrere Projekte gleichzeitig konzentriert, jedoch müsse sie die Kosten im Blick behalten.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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