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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Anschub für Radfahrschnellwege nötig

27.06.2019

Wildeshausen E-Bikes und Pedelecs sind Realität im Landkreis Oldenburg, Radschnellwege noch Zukunftsszenarien: Das ist am Dienstagabend im Bau- und Straßenausschuss des Landkreises deutlich geworden. „Bis zum Bau eines Radschnellweges gibt es noch einiges zu tun, zumal es noch kein Streckennetz gibt“, sagte Susanne Krebser, die Geschäftsführerin des Kommunalverbandes Niedersachsen/Bremen. Realistisch sei ein Zeitraum von zehn bis 15 Jahren.

Ein Gutachter, der die Verbindung zwischen Bremen und Oldenburg unter die Lupe genommen hatte, rät laut Krebser davon ab, die gesamte Strecke anzugehen. Entsprechend der Pendlerzahlen empfiehlt er, Machbarkeitsstudien für Radschnellwege zwischen Ganderkesee und Delmenhorst (4100 Radpendler täglich) sowie Wardenburg und Oldenburg (3600 Radpendler) umzusetzen.

Für Ganderkesee-Hude sei die Pendlerzahl mit 800 zu gering, für Hude-Oldenburg (1900 Pendler) der bauliche Aufwand sehr hoch, zumal die Bahn mit Anschlussstellen in Hude und Wüsting schneller sei. Das größte Pendlerpotenzial mit 11 100 Personen täglich gebe es zwischen Delmenhorst und Bremen.

Krebser machte deutlich, dass es um eine Strecke für den Alltagsverkehr gehe, nicht für den Tourismus. Ein Radschnellweg habe folgende Standards: zum einen eine Trennung von Fußgängern und Radfahrern, einen drei bis vier Meter breiten Radweg sowie einen 2,5 Meter breiten Fußweg, eine asphaltierte oder betonierte Trasse, eine weitestgehende Vorfahrt für Radfahrer, eine durchgehende Beleuchtung sowie einen Reinigungs- und Winterdienst.

Landrat Carsten Harings machte deutlich, dass der Kreis keine Abstriche am bestehenden Radwegeprogramm machen werde; denn dabei gehe es um Verkehrssicherheit. Gleichzeitig kündigte er ein Mobilitätskonzept an, das er mit den acht Bürgermeistern im Landkreis verabredet habe. Vorgestellt werde es am 3. September im Kreishaus in Wildeshausen. In den Vorschlag würden neben dem Radverkehr auch Bahn, Bus, Pendlerparkplätze, Carsharing, E-Auto-Ladesäulen, Bürgerautos sowie Straßen und Radwege auftauchen.

Günter Westermann (CDU) sprach sich dafür aus, die bestehenden Radwege auszubauen. Detlef Sonnenberg (SPD) kann sich keine Radautobahnen im Landkreis vorstellen. Der Kreis komme nicht umher, die bestehenden Radwege zu nutzen. Marion Daniel (FDP) fährt nach eigenen Angaben inzwischen viel mit dem Pedelec und hat aufgrund der höheren Geschwindigkeit einen anderen Blick auf Radwege. Radschnellwege seien daher nicht abwegig. Das sah Wilfried Siems (CDU) anders. Er ist dagegen, Radschnellwege durch die freie Natur zu bauen. Dr. Reinhold Schütte (Grüne) hingegen begrüßte Radschnellwege als alternative Form der Mobilität. Deshalb sollte nach Fördermöglichkeiten Ausschau gehalten werden.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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