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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Kaufleute gegen Fußgängerzone

14.09.2019

Wildeshausen In der neu entbrannten Debatte um die Verkehrssituation in der Wildeshauser Innenstadt haben die Kaufleute vor „Schnellschüssen“ gewarnt. „Wir wollen das bestmögliche Ergebnis für alle Interessengruppen erzielen“, sagte Johannes Lenzschau, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins (HGV) im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Verbands. Das für die Betriebe „existenzielle Thema“ müsse in Ruhe besprochen werden.

Bürgermeister Jens Kuraschinski hatte im NWZ-Interview eine Entschärfung des Verkehrs in der Innenstadt sowie eine Neuordnung des ruhenden Verkehrs angekündigt. Auch mit Blick auf den Klimaschutz will Kuraschinski den Radverkehr stärken. Er kündigte unter anderem eine „Premium-Radroute“ vom Stadtwesten in die Innenstadt an. Derzeit arbeitet eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe, an der auch einige Vereine wie der HGV und die Mittelstandsvereinigung (MIT) beteiligt sind, an einem neuen Verkehrskonzept.

Lenzschau kritisierte, dass die vereinbarte Vertraulichkeit dieser Gespräche gebrochen worden sei. „Wir haben viele Ideen für eine offene Stadt“, sagte Lenzschau. Dabei gehe es unter anderem um die Verbesserung der Verkehrssicherheit und ein neues Parkleitsystem. „Wir sind keine Verhinderer“, meinte er. Das Konzept solle Wildeshausen insgesamt weiterbringen – „nicht nur einzelne Interessengruppen“, sagte der HGV-Chef. Eine Fußgängerzone in Wildeshausen komme für die Kaufleute in keinem Fall in Frage. Bei der Gestaltung der Innenstadt vor gut 30 Jahren sei „einiges richtig gemacht worden“, stellte Lenzschau den damals Verantwortlichen ein gutes Zeugnis aus. Nun müsse das bisherige Verkehrssystem „den neuen Gegebenheiten“ angepasst werden. Verkehr sei ein „Master-Thema“ und dürfe nicht hektisch beraten werden.

Keinen Hehl machte der HGV-Vorsitzende daraus, dass die heimische Kaufmannschaft „neidvoll nach Vechta“ blicke. Die benachbarte Kreisstadt, die weiterhin keine Fußgängerzone hat, gelte als „attraktivster Handelsplatz im Nordwesten“. Dies spiegele sich auch bei den Mieten für Geschäftsräume wider.

Ein eindeutiges Bekenntnis vor den rund 70 Teilnehmenden der Generalversammlung legte Lenzschau auch zum Gewerbe- und Industriegebiet Wildeshausen-West ab. Auch müsste die Nachnutzung interessanter Flächen in der Innenstadt, beispielsweise die Gebäude der Polizei auf der Herrlichkeit, stärker in den Fokus rücken.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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