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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Landfrauen für faires Miteinander

20.09.2019

Wildeshausen Von einer Doppelmoral beim Natur- und Umweltschutz hat die Vorsitzende des Landfrauenverbandes Oldenburg, Heide Behrens, am Donnerstag in Wildeshausen gesprochen, als sie mit weiteren Frauen die Erntekrone ins Kreishaus brachte. „Wenn jemand mit dem Finger auf andere zeigt, zeigen auch immer drei Finger auf einen selbst“, sagte sie. Auf der einen Seite würden Landwirte oft für Umweltprobleme verantwortlich gemacht und dafür angefeindet, auf der anderen Seite gebe es zunehmend Schottergärten, immer mehr Autos und steigende Passagierzahlen bei Flugreisen. „Klima und Natur sind sehr wichtige Themen in den nächsten Jahren“, so Behrens. Ein faires gesellschaftliches Miteinander dürfe aber nicht verloren gehen. Eine Medaille müsse immer von zwei Seiten betrachtet werden.

2018 wirkt noch nach

Behrens äußerte sich froh darüber, dass die Landfrauen überhaupt eine Erntekrone überbringen können. „Die Landwirtschaft hat den trockenen Sommer und den nassen Herbst 2018 noch nicht verkraftet.“ 2019 sei die Ernte durchschnittlich ausgefallen.

Landrat Carsten Harings dankte den Landfrauen und Landwirten in der Region im Namen aller Bürger, „dass sie uns bei allen schwierigen Bedingungen satt gemacht haben“. Er dankte für Joghurt, Quark und Milch, für Brot, Obst und Gemüse, für Fleisch, Eier, Mehl und Kartoffeln. „Leider wird die Landwirtschaft bei uns oft auf die Produktion von Fleisch reduziert“, so Harings. „Das ist mitnichten so, wie meine Aufzählung deutlich macht.“ Das sollten die Kritiker der Landwirtschaft bedenken. Der Landrat bezeichnete die Erntekrone als wichtiges Symbol für einen bedeutenden Wirtschaftszweig im Landkreis.

Mit den Landfrauen war auch der Geschäftsführer des Kreislandvolkverbandes Oldenburg, Bernhard Wolff, ins Kreishaus gekommen. Bei der Betrachtung der insgesamt durchschnittliche Ernte im Landkreis gebe es durchaus Unterschiede. Auf schweren Böden funktioniere die Wasserhaltung besser, sodass die Ernte dort besser ausgefallen sei. Die Wasserwirtschaft müsse angesichts der jüngsten trockenen Sommer überdacht werden. Das Wasser werde zu schnell über die Gräben in die Flüsse abgeleitet. Es müsse über mehr Rückhalteflächen und damit mehr Reserven nachgedacht werden.

Kritik an Düngeverordnung

Sehr kritisch stehe der Landvolkverband der Düngeverordnung gegenüber. Die Verschärfung von 2017 sei gerade verarbeitet, nun folge 2020 eine weitere. Zudem seien Teile des Landkreises wegen zu hoher Nitratbelastung auf eine rote Liste gesetzt worden. Das bedeute weitere massive Einschränkungen für die Betriebe. Wolff kündigte an, die Messverfahren des NLWKN von einem Gutachter überprüfen zu lassen.

„Die Landwirtschaft ist nicht alleine verantwortlich für die Nitratwerte im Grundwasser“, so Wolff. Auch durch den Autoverkehr gelange viel Stickstoff in die Umwelt und damit in die Böden. Auch müssten die heimischen Gärten in den Blick genommen werden. Dort stelle sich die Frage, ob die Bürger mit dem Blaukorn stets umweltverträglich umgingen.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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