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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Müll vermeiden und Historisches schützen

02.09.2019

Wildeshausen Seit Anfang des Jahres gibt es eine neue städtische Wirtschaftsförderung für Betriebe, die sich in Wildeshausen ansiedeln oder entwickeln wollen. Die Richtlinien wurden gemeinsam mit der Mittelstandsvereinigung (MIT) und dem Handels- und Gewerbeverein (HGV) entwickelt. Pro Jahr stehen für die Wirtschaftsförderung 50 000 Euro im städtischen Haushalt. Doch die SPD im Rat will daran wieder rütteln. Ihr Ziel: Wildeshausen grüner und attraktiver machen.

„Die Richtlinien wurden bislang mehr diskutiert als angewendet“, sagte Stephan Dieckmann, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat, am Freitagabend vor gut 20 Gästen in der „Gildestube“. Im Rahmen eines „Zukunftsgesprächs“ stellten die Sozialdemokraten ihre Ideen für eine „neue“ Wirtschaftsförderung vor. „Wir möchten etwas Neues kreieren“, sagte Dieckmann, „und das auf breite Beine stellen.“ Ausdrücklich stellte sich die SPD hinter Wirtschaftsförderer Claus Marx. „Diese Personalie ist ein Segen für Wildeshausen“, hieß es.

Mut, Innovation, Nachhaltigkeit: Unter diese drei Begriffe stellte Ratsherr Matthias Kluck dann die Ideensammlung der SPD-Fraktion. „Wir wollen die Menschen motivieren, sich selbstständig zu machen. Die Stadt soll grüner werden“, betonte er. Und diese Punkte will die SPD bei einer neuen Wirtschaftsförderung berücksichtigt wissen:
 Mehr Unternehmensgründungen in Wildeshausen: Neuen Betrieben winkt ein Mietkostenzuschuss von maximal 2500 Euro. Die Summe soll monatlich innerhalb von zwei Jahren ausgezahlt werden. Die Anträge sollen digital erfolgen.
 „Attraktive Innenstadt“: Die Erhaltung und Weiterentwicklung des Einkaufsangebots, aber auch die Einrichtung von Online-Shops sollen gefördert werden.
 „Sauberes Wildeshausen“: Betriebe, die von Einweg- auf Mehrwegverpackungen umsteigen, sollen ebenso gefördert werden wie innovative Projekte zur Müllreduktion. Kluck erwähnte unter anderem einen essbaren Eislöffel.
 Förderung von Carsharing-Modellen: Wildeshausen soll als Luftkurort attraktiver werden. Wer seinen Zweitwagen abmeldet, soll einen Zuschuss erhalten. Hier regten die Besucher an, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und den Bürgerbus stärker zu fördern.
 „Grünes Wildeshausen“: Firmen sollen Zuschüsse erhalten, wenn sie mindestens 30 Bäume pflanzen oder 100 Quadratmeter Blühfläche anlegen. Ehrenamtliche sollen dabei eingebunden werden.
 „Historisches bewahren – Neues entwickeln“: Historische Gebäude sollen erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dafür sollen Investoren maximal 10 000 Euro als Zuschuss erhalten.
 Wildeshauser Internet: Anbieter eines kostenfreien W-Lan-Zugangs sollen mit maximal 1000 Euro unterstützt werden. Ein Schwerpunkt soll auf dem Ausbau in den Bauerschaften liegen.

Von den Gästen gab es kräftig Lob: „Hervorragend“, meinte etwa Marco Dittmer. Es gab aber auch reichlich weitere Ideen: Bäume in Wildeshausen sollten besser geschützt werden, forderte Uta Barth. „Wenn Wachstum, dann qualitativ“, erklärte Wolfgang Pohl. Und die Kreistagsabgeordnete Hannelore Hunter Roßmann (SPD) regte an, nun Firmen zu fördern, die tariftreu seien und ihre Mitarbeiter nicht bei Subunternehmen beschäftigen würden. Die SPD will das Konzept überarbeiten und in die Ratsarbeit einbringen.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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