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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wendemanöver bei Wildeshausen-West

01.09.2018

Wildeshausen Paukenschlag für das seit langem geplante Gewerbe- und Industriegebiet Wildeshausen-West: Der Cuxhavener Harro Taube, Inhaber der Taube Immobilien GmbH und der Taube Immobilien Port of Logistik, hat nach eigenem Bekunden in dem Areal rund um die Autobahnanschlussstelle Wildeshausen-West sieben Hektar von der „Eigentümergemeinschaft Campingplatz Bürgerpark“ Gerd Eilers/Karsten Scheele gekauft. Nun plant er dort einen großen Autohof mit Sicherheitsparkplatz und Fastfood-Restaurant. Auf NWZ-Anfrage bestätigte der deutschlandweit aktive Investor, „in vier Monaten das geschafft zu haben, was in den fast 20 Jahren zuvor nicht gelungen ist.“ Weder Karsten Scheele von der Eigentümergemeinschaft noch der städtische Wirtschaftsförderer Claus Marx mochten sich zu diesem frühen Zeitpunkt zu dem Projekt äußern.

Taube plant, in dem Gebiet zwischen der Autobahn 1 und der Raststätte Visbeker Braut, die vor kurzem zwangsversteigert wurde, auf einer Fläche von insgesamt 20 000 Quadratmetern einen Autohof samt Tankstelle und Fastfood-Restaurant zu errichten.

„In Zeiten, in denen es immer mehr Car-Kidnapping gibt, bieten wir hier höchste Sicherheitsstandards“, so Taube. Lkw-Fahrer können so für ein paar Euro pro Tag eine sichere Ruhepause machen, sich frisch machen und etwas essen.

Die Restflächen will Taube gewerblich vermieten. Zu den ansiedlungswilligen Unternehmen zählen nach seinen Angaben ein dänisches Unternehmen im Bereich Metallveredelung, das seinen Produktionsbetrieb verlagern will, ein Schweizer Feinkost-Unternehmen, das in der Lebensmittelproduktion tätig ist, und ein Logistikunternehmen, das in Wildeshausen ein Hochregallager errichten will.

„Ich ziehe keine Unternehmen aus Wildeshausen ab, sondern bringe neue dorthin“, betont Taube, der seit 35 Jahren im Gewerbebau als Investor tätig ist. Er stehe aber auch Umsiedlungswünschen von Wildeshauser Firmen offen gegenüber, zumal er noch weitere Flächen in dem Areal kaufen werde. Noch habe ihn aber niemand angesprochen.

In Niedersachsen baut Taube derzeit vier Autohöfe und investiert insgesamt circa 45 Millionen Euro in die Infrastruktur. Hinzu kommt das geplante Vorhaben in Wildeshausen. Hier wird er „im ersten Step circa 20 Millionen investieren“.

Mitte 2019 rechnet Taube mit der Realisierung seiner Pläne in Aumühle. „Bis dahin müssten F- und B-Plan entsprechend aufgestellt sein“, ist der Immobilienmakler optimistisch, nachdem entsprechende Vorgespräche mit der Stadtverwaltung sehr positiv gelaufen seien. Nun setzt er auf ein ähnliches kooperatives Verhalten der Politik.

Die tat sich bislang schwer, die seit Beginn des Jahrtausends laufende Planung für das Gewerbe- und Industriegebiet in trockene Tücher zu bringen.

Angedacht waren 2003 immerhin 70 Hektar, um den bis heute nicht behobenen Mangel an Industrieflächen – sowohl für auswärtige Investoren als auch für städtische Firmen, die aussiedeln wollen – zu stillen. Kritik gab und gibt es bis heute von den Anliegern in Steinloge sowie der UWG, die von wertvoller Waldabholzung und einem Millionensteuergrab spricht.

Im Zuge der nötigen Änderung des Flächennutzungsplans äußerte auch der Landkreis Oldenburg Bedenken und mahnte eine Nachbesserung der Pläne im Hinblick auf die schützenswerte Flora und Fauna in dem inzwischen auf 22 Hektar Nettofläche begrenzten Gebiet an.

Uta-Maria Kramer
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2703

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