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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Damit die Kreisstadt attraktiver wird

02.10.2018

Wildeshausen Die Stadt Wildeshausen stellt ihre Wirtschaftsförderung um. Die Förderung wird konkreter als bisher. Der Finanz- und Wirtschaftsausschuss hat Förderschwerpunkte festgelegt, für die die Stadtverwaltung nun die Rahmenbedingungen erarbeiten soll. Gleichzeitig wurde dem Rat vorgeschlagen, die alte Wirtschaftsförderrichtlinie aus dem Jahr 2002 aufzuheben.

So will die Stadt künftig den Breitbandausbau in den Wildeshauser Bauerschaften fördern – ergänzend zum Bund, Land und zur EWE. Ferner sollen in der Innenstadt Gastronomen und Einzelhändler unterstützt werden, die bereit sind, ihre Toiletten quasi als öffentliche Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Für das Projekt „Die nette Toilette“ sind bis zu 2500 Euro je Betrieb vorgesehen.

Handwerkermeile

Die Liste sieht weitere Fördermöglichkeiten vor, um die Attraktivität der Kreisstadt zu verbessern. Es geht darum, die Ansiedlung „zentrenrelevanter Magnetbetriebe“ zu unterstützen, ebenso die Ansiedlung von Handwerkern und Künstlern. Im Hintergrund steht die Idee einer „Handwerkermeile“ am Huntetor im Rahmen des Konzeptes „Wildeshausen 2030“. Fördern möchte die Stadt Wildeshausen auch Start-up-Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg.

In den vergangenen Jahren befanden sich 50 000 Euro im Topf der Wirtschaftsförderung, die aber längst nicht immer abgerufen wurden. In diesem Jahr stockte die Stadt die Summe auf 200 000 Euro auf. Nach Ansicht von Manfred Rebensburg (Grüne) wurden aber in den vergangenen Jahren Unternehmen in der „StEM“ (Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme) durch günstige Grundstücke „unglaublich gut gefördert“.

Um in der Zukunft die Handhabung bei den Fördermitteln einfacher zu gestalten, sprach sich der Ausschuss dafür aus, dass der Bürgermeister Summen bis 2500 Euro je Antragssteller und -jahr eigenständig vergeben kann – zum Beispiel „für innenstadtrelevante Projekte und Veranstaltungen sowie sonstige wirtschaftlich orientierte Unternehmungen“. Im Rahmen dieser neuen Wirtschaftsförderung hält sich die Stadt dennoch die Möglichkeit offen, Projekte zu fördern, die der Kreisstadt neue Arbeitsplätze und nicht unerhebliche Steuereinnahmen bringen würden.

Firmen unterstützen

Bislang geht es in der Wirtschaftsförderung unter anderem darum, für Betriebe gute Voraussetzungen zu schaffen, um am Standort Wildeshausen eine Firma zu eröffnen, mit seinem Betrieb zu bleiben oder seinen Standort nach Wildeshausen zu verlegen.

Es geht dabei nicht nur um „harte Faktoren“ wie günstige Grundstücke, Infrastruktur, Förderungen, Höhe der Steuern und Abgaben, sondern auch um „weiche Faktoren“ wie Bürokratie, politische Verhältnisse, Wirtschaftsklima am Standort, Umweltqualität, medizinische Versorgung.

Die Wirtschaftsförderung sieht sich als Bindeglied zwischen Unternehmen sowie Stadtverwaltung, Stadtrat und anderen Stellen (Kreisverwaltung, Landesbehörden, Schulen, IHK etc.). Sie versteht sich nach eigener Darstellung als „Kümmerer“, also Ansprechpartnerin für Unternehmen und Betriebe, die bereits in Wildeshausen ansässig sind (Bestandspflege). Gleichzeitig ist sie für interessierte Unternehmen und Betriebe da, die sich in Wildeshausen ansiedeln möchten (Neuansiedlung). Daneben werden gemeinsam mit dem „Stadtmarketing“ bestehende Netzwerke in Wildeshausen miteinander verknüpft und ausgebaut, zum Beispiel „Bee local“.

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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