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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Windpark-Betreiber legen letzte Hand an

03.04.2009

ASCHENSTEDT /ISERLOY Endspurt im Windpark Iserloy: Nachdem dort erst vor rund sechs Wochen mit dem Bau einer weiteren Windkraftanlage begonnen worden war, soll diese nun in der nächsten Woche ans Netz gehen. „Das war schon alles mit heißer Nadel gestrickt“, erzählt Herwig Garms von der Betreibergesellschaft Windkraft Iserloy GmbH & Co. KG. Dementsprechend habe es beim Bau der inzwischen bereits siebten Anlage auf der ausgewiesenen Sondergebietsfläche „ein paar Verzögerungen gegeben“ – aber nun soll es endlich bald losgehen.

2,8 Millionen Euro teuer

Derzeit laufen unter anderem die letzten Arbeiten für den Innenausbau des rund 2,8 Millionen Euro teuren Windrades. Die Investition werde sich innerhalb von 15 bis 20 Jahren auszahlen, erklärt Herwig Garms, der sich mit Friedrich Hollmann, Hannes Sassen-Stolle, Friedel Kolweyh und Dierk Garms Anfang der 90er Jahre zu der Betreibergesellschaft zusammengeschlossen hat, die fünf der nun sieben Windräder unterhält. Die beiden anderen Anlagen gehören Ralf Eilers.

„Damals sollte hier eine Mülldeponie entstehen. Nachdem wir das abgewendet hatten, haben wir uns überlegt, in Windenergie zu investieren“, blickt Herwig Garms zurück. Angefangen haben er und seine Mitstreiter mit drei jeweils rund 500 000 DM teuren 150 KW-Anlagen.

Technischer Fortschritt

Ab 2001 wurden die ersten Windräder durch leistungsfähigere V80-Anlagen des Herstellers Vestas ersetzt, die mit einer Nabenhöhe von 100 Metern und zwei Megawatt Nennleistung jeweils zwei Millionen Euro kosteten. Somit belaufen sich die Gesamtinvestitionen nun auf etwa zwölf Millionen Euro.

Bei der nun aufgestellten Anlage handelt es sich um eine Weiterentwicklung. Die V90-Anlage kommt bei einer Nabenhöhe von 95 Metern ebenfalls auf zwei Megawatt, so dass der Park mit seinen nun sieben Windrädern eine Gesamtleistung von 14 Megawatt erzeugen kann.

Frage der Sicherheit

Ganz ohne Probleme lief die regenerative Energiegewinnung in Iserloy aber nicht ab. Ein Nachteil ist die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes, krtisiert werden auch die Laufgeräusche. Zudem sorgte der Park Ende 2006 bundesweit für Schlagzeilen. Am 1. November war die zehn Meter lange Spitze eines Rotorblattes vom Sturm abgerissen und 200 Meter durch die Luft gewirbelt worden, ehe sie auf einem Acker landete. Glücklicherweise kam damals niemand zu Schaden.

Die Frage der Sicherheit bewegte jedoch die Öffentlichkeit. Das Kreisbauamt ordnete eine sorgfältige Untersuchung an. „Es handelte sich scheinbar um einen Fabrikationsfehler der ersten Baureihe der Rotorblätter“, blickt Torsten Stuhr, stellvertretender Leiter des Bauordnungsamtes beim Landkreis, zurück. „Bei Prototypen kann es nunmal leider zu solchen Problemen kommen“, meint Herwig Garms. Monatelang standen die Windräder still, laufen inzwischen aber störungsfrei.

Mit dem siebten Windrad ist die Sondergebietsfläche, die 1999 im Flächennutzungsplan ausgewiesen wurde, nun „anlagentechnisch vollständig ausgeschöpft“, erläutert Stuhr. Es gebe zwar keine zahlenmäßige Begrenzung, aber es müssten die vorgeschriebenen Abstände zwischen den einzelnen Anlagen bzw. zu angrenzender Wohnbebauung eingehalten werden.

Typenprüfung bestanden

Vor der Inbetriebnahme mussten die Betreiber verschiedene Gutachten vorlegen, die Prüfberichte von Sachverständigen zu Rotorblättern, Turm oder maschinenbaulichen Komponenten enthalten. Die sogenannte Typenprüfung habe keine Beanstandungen ergeben, erklärt Stuhr. „Es ist alles einwandfrei. Da konnten wir keine Bedenken mehr haben und haben den Bau abgesegnet.“

Jan-Karsten zur Brügge
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2034

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