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Energiewende: Windpark in Winkelsett wächst

05.05.2020

Winkelsett Im Windpark Winkelsett-Spradau haben die Arbeiten für die Erweiterungen an Fahrt aufgenommen. Zu den bestehenden sieben Anlagen werden aktuell sechs neue errichtet.

„Wir liegen im Zeitplan“, berichtete Ingo Lang, Bauleiter vom zuständigen Planungsbüro Windstrom, auf Nachfrage unserer Zeitung. Alle sechs Anlagen befinden sich dabei aktuell im Aufbau, eine davon ist bereits kurz vor der Fertigstellung. Im Einsatz sind dafür vier Kräne. „Beim sonnigen Wetter sind wir sehr gut vorangekommen“, schilderte Lang. Durch böige Winde seien zuletzt aber einige Arbeiten aus Sicherheitsgründen zurückgestellt worden.

Ortsansässige Firmen

Die Fakten zum Windpark Spradau

Zum Windpark Spradau gehören bereits sieben Windkraftanlagen. Betrieben werden sie durch die Bürgerwind Winkelsett GmbH & Co. KG und die Zweite Spradau Wind GmbH & Co. KG.

Sechs der Anlagen stammen aus dem Jahr 2006, eine weitere kam 2015 hinzu. Sie haben eine Gesamthöhe von 146 Metern. Derzeit werden sechs weitere Anlagen errichtet: vier Anlagen des Typs Enercon E-115 mit einer Gesamthöhe von 206,93 Metern und zwei Anlagen des Typs Enercon E-82 mit 179,38 Metern.

Die neuen Anlagen sollen zusammen jährlich 37 000 000 kWh Strom erzeugen. Das entspricht rechnerisch dem Stromverbrauch von etwa 9250 Haushalten.

Durchgeführt werden die Arbeiten von vielen ortsansässigen Unternehmen. „Darauf haben wir bei der Vergabe besonders geachtet“, erklärte Windstrom-Geschäftsführer Joachim Mrotzek. In der Planung sei zudem die 380-kV-Trasse der Firma Tennet eine besondere Anforderung gewesen. Sie führt entlang des Windparks.

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Das Projekt beschäftigt die Bürger in der Gemeinde Winkelsett bereits seit mehreren Jahren. In einer Änderung des Flächennutzungsplanes hatte die Samtgemeinde Harpstedt 2016 zusätzliche Potenzialflächen für Windenergie ausgewiesen. Darin enthalten waren auch die 52 Hektar zur Erweiterung des Windparks im Winkelsetter Ortsteil Spradau. Im Dezember 2016 erteilte der Kreis eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung. Gegen diese legten die Anwohner Widerspruch ein.

Mit einem Ergänzungsbescheid im Sommer 2019 gab der Landkreis Oldenburg dann den Startschuss für den Bau der sechs Anlagen. Zuvor hatte es bereits Öffentlichkeitsverfahren und eine Umweltverträglichkeitsprüfung gegeben. „Wir sind in allen Fällen sehr transparent verfahren“, betont Joachim Mrotzek.

Kritische Stimmen wurden vonseiten der Anwohner immer wieder im Hinblick auf Schattenwurf und Schallimmissionen laut. „Durch den Bund haben wir hier klare Vorgaben, die von uns einzuhalten sind“, sagte Joachim Mrotzek. Das sei bei den Planungen für die Erweiterung auch besonders berücksichtigt werden. „Auch mit den zusätzlichen Anlagen dürfen wir die Werte nicht überschreiten“, so der Windstrom-Geschäftsführer.

30 Hektar als Ausgleich

In den Verträgen verankert sind derweil auch Ausgleichsmaßnahmen. „Wir haben etwa 30 Hektar an Kompensationsflächen“, berichtete Mrotzek. Dazu gehören auch bisherige Ackerflächen an der Hunte, die künftig als Biotope dienen sollen. „Hier befinden wir uns auch in Absprache mit dem örtlichen Naturschutzbund.“

Die sechs neuen Anlagen nehmen derweil immer mehr Form an. Bereits Ende Mai oder Anfang Juni soll die erste Anlage fertiggestellt sein und ans Stromnetz gehen. „Die anderen werden dann sukzessive folgen“, sagte Ingo Lang. „Wir wollen die Arbeiten noch in diesem Jahr abschließen.“

Sönke Spille Freier Mitarbeiter Lokalsport / NWZ-Redaktion
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