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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

 Stromtrasse gewinnt an Konturen

26.01.2019

Winkelsett /Prinzhöfte /Colnrade Die Frist ist gesetzt. Bis zum 28. Februar hat der Übertragungsnetzbetreiber Tennet Zeit, Waldgebiete oder Einzelbäume auf der Trasse der geplanten 380-kV-Höchstspannungsleitung zwischen Ganderkesee und St. Hülfe zu roden – denn dann beginnt die Schonzeit für Brutvögel. Aktuell wird nahe Spradau (Gemeinde Winkelsett) zur Säge gegriffen. Mit dabei: Die Planungsgruppe Grün, die als ökologische Baubegleitung darauf achtet, dass im Trassenbereich stehende Höhlenbäume nicht zu weit gestutzt werden.

Tennet organisiert „Info-Märkte“

Über den Stand der Dinge in Sachen „Freileitung Nord“ wird der Übertragungsnetzbetreiber Tennet bei zwei „Info-Märkten“ berichten. Dort werde man auch die Baufirma vorstellen, die ihrerseits den Bauablaufplan erläutern werde, kündigte Inga Wilken an. Betroffene Grundeigentümer und Nutzungsberechtigte, aber auch Interessierte seien zu den Info-Märkten eingeladen. Die Termine:

Mittwoch, 6. Februar, von 15 bis 20 Uhr im Gartencafé Colnrade (Schliehe-Diecks), Kirchstraße 2 in Colnrade;

Donnerstag, 7. Februar, ebenfalls 15 bis 20 Uhr, im Hotel Zur Wasserburg, Amtsfreiheit 4 in Harpstedt.

Die komplette, knapp 61 Kilometer lange Leitung soll nach dem Zeitplan von Tennet 2021 in Betrieb genommen werden.

Kurz zum Hintergrund: Ein etwa 19,9 Kilometer langer Abschnitt („Freileitung Nord“) der geplanten, knapp 61 Kilometer langen Stromtrasse wird durch die Samtgemeinde Harpstedt führen, genauer: durch die Gemeinden Prinzhöfte, Winkelsett und Colnrade. In diesem Abschnitt werden die Kabel ausschließlich als Freileitung geführt, also nirgends als Erdkabel im Boden verlegt.

Sofern sich Waldgebiete oder einzelne Baumgruppen auf der Trasse befinden, werden diese ausgeholzt, also bis zum Boden gekappt. In den Fällen, wo Waldstücke durchschnitten werden, finden diese Arbeiten auf einer Breite von bis zu 60 Metern statt, erklärte Inga Wilken, Referentin für Bürgerbeteiligung bei Tennet. Die Breite sei so bemessen, dass sich Leiterseile auch bei Schwingungen nicht in Gehölzen verfangen könnten.

Insgesamt würden im Abschnitt Freileitung Nord etwa neun Hektar Waldfläche ausgeholzt, rund zwei Drittel davon lägen im Gebiet der Gemeinde Winkelsett. Bis dato seien die Arbeiten auf etwa sechs Hektar durchgeführt. Die durch den Waldeinschlag entstehenden Eingriffe würden an anderer Stelle durch Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen, betonte Wilken.

Die einzelnen Leiterseile der künftigen Freileitung müssten einen Mindestabstand zum Boden von zehn Metern haben – an der niedrigsten Stelle des Durchhangs und bei maximaler Ausdehnung durch Wärme oder Eislast, erläuterte Lars Holze-Lentas, bei Tennet Projektleiter für den Abschnitt Freileitung Nord.

Unter den Leiterseilen will Tennet später eine „standorttypische Gebüsch-Vegetation“ anlegen. Dafür, dass in der 60-Meter-Schneise das nachwachsende Grün den Leitungsseilen nicht zu nahe kommt (nicht näher als fünf Meter), soll eine Servicegruppe des Übertragungsnetzbetreibers sorgen. Sie wird sich auch um die Wartung der Leitung kümmern.

Schon vor dem Beginn des Waldeinschlags war die Planungsgruppe Grün unterwegs, um Höhlenbäume zu identifizieren und markieren. Dabei handele es sich in der Regel um abgestorbene Bäume, deren Höhlen als Nistplätze von Fledermäusen genutzt werden, wie Wilken ergänzte. Die Bäume würden nur bis zu den Höhlen heruntergeschnitten.

Nach den bauvorbereitenden Maßnahmen will Tennet im Abschnitt Freileitung Nord im März mit dem eigentlichen Bau beginnen. 53 Masten sind vorgesehen. Die Fertigstellung des Abschnitts ist für September 2020 vorgesehen.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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