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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Wir konnten alles selber bezahlen“

29.12.2012
Frage: Herr Jahnz, in Schulnoten ausgedrückt: Wie bewerten Sie das Jahr 2012?
Jahnz: Ich finde, hinter uns liegt ein gutes Jahr, also gibt’s von mir auch diesmal eine „2“. Wir haben viel in die Sanierung von Peter-Ustinov-Schule und Hallenbad investiert, ohne neue Schulden aufnehmen zu müssen. Alles, was wir gemacht haben, konnten wir selber bezahlen. Wir haben Pflöcke eingeschlagen für die Schaffung von neuem Bauland in Hude-Nord und Wüsting, für neue Gewerbeflächen in Hude am Bahndamm und in Neuenwege. Wir bekommen das Senioren-Wohnbauprojekt „Heinrich-Viertel“ und eine Seniorenwohnanlage in Wüsting. Gleichzeitig haben wir neue Krippenplätze geschaffen – wir tun generationsübergreifend etwas.
Frage: Apropos Krippenplätze: Hat Sie die CDU-Dauerkritik an der Einrichtung einer Kindergarten-Außenstelle in der Pastorei genervt? Da war sogar von einem Aushebeln des Rates die Rede…
Jahnz: Diese Diskussion war von mir nicht gewollt. Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Wir standen vor der Entscheidung, was können wir tun, um so schnell wie möglich zusätzliche Kapazitäten in der Kinderbetreuung zu schaffen. Wir mussten Eltern eine befriedigende Lösung nach den Sommerferien anbieten. Das ist gelungen. Hude steht in der Versorgung mit Krippen- und Kindergartenplätzen hervorragend da. Das zählt.
Frage: Hudes größte Baustelle war und ist der Bahnhofsvorplatz. Es gab im Vorfeld Probleme bei der Ausführung, monatelange Verzögerungen und Differenzen mit Anliegern. Was ist da schief gelaufen?
Jahnz: Man kann nicht über alles die Sonne scheinen lassen. Das Projekt hatte ich mir zugegebenermaßen auch anders vorgestellt. Aber Schuldzuweisungen bringen nichts. Ich bin froh, dass das Wetter bislang mitgespielt hat und die Arbeiten jetzt gut im Zeitplan liegen. Bei aller Kritik darf man nicht vergessen, um was es geht: Wir sind dabei, durch den Bau der neuen Rampe zum Bahnhofstunnel den ersten Schritt zur barrierefreien Nutzung des Bahnhofes zu schaffen. Die Bahn wird dann ihren Teil leisten, nämlich den Bau von Fahrstühlen zu den Bahngleisen und die Anpassung der Bahnsteige auf das heutige Einstiegsniveau der Züge.
Frage: Was hat Ihnen richtig gut gefallen in 2012?
Jahnz: Wir hatten noch nie so viele Veranstaltungen wie im vergangenen Jahr. Shanty-Chor und Gospelsingers haben mit Festivals die Halle am Huder Bach gefüllt. Wenn man diese Begeisterung erlebt, geht einem das Herz auf. Es ist toll zu sehen, wie bunt unsere Gemeinde ist. Die Celtic Days waren wieder toll, die Landtage sowieso.
Frage: Sie sollen sogar unter die Aussteller gegangen sein?
Jahnz: Stimmt, ich habe mir einen Trecker-Oldtimer zugelegt, der bei den Treckerfreunden Wöschenland zu sehen war. Einen Magirus Deutz aus den 50er Jahren. Beim Flottmachen hat mir die Schmiede Osterloh sehr geholfen. Ich habe mir damit einen Kindheitstraum erfüllt.
Frage: Wer oder was hat Sie am meisten beeindruckt?
Jahnz: Größten Respekt verdienen die Ehrenamtlichen, die sich im Rettungswesen engagieren. Es hat in diesem Jahr rund 30 Prozent mehr Einsätze gegeben, Brände, schwere Unfälle. Was die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr hier leisten, kann gar nicht genug gelobt werden. Ihnen müssen wir immer wieder unsere besondere Wertschätzung zeigen.
Frage: Wo sehen Sie das politische Top-Thema für 2013?
Jahnz: Ganz oben an im ersten Quartal steht die Planung der Umsiedlung des Hofes Strothotte. Dabei gilt es, den Gesamtbereich mit Jugendherberge, Sportanlagen, Naturbad, Klärwerk und Wertstoffhof zu betrachten. Die Frage ist, was können wir planerisch bieten, um daraus für alle eine Win-Win-Situation zu schaffen. Das gelingt nur im Einklang der politischen Töne.
Frage: Sie haben auf eine Bundestagskandidatur verzichtet. Dennoch ranken sich weiter Spekulationen um Ihre Zukunft – so wird Ihr Name immer wieder genannt, wenn es um das Amt des Oberbürgermeisters in Delmenhorst geht. Wie lange werden wir hier noch Rückschau auf Huder Themen halten?
Jahnz: Ich bin mit Leib und Seele Bürgermeister in Hude. Meine Amtszeit endet am 31. Oktober 2014. Was danach sein wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich werde die Frage nach meiner persönlichen Zukunft im nächsten Jahr beantworten. Ich möchte das zuvor mit meiner Familie gründlich besprechen.
Stephan Onnen
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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