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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wird alte Villa bald wachgeküsst?

29.04.2017

Hude Anfang Januar konnte der Geschäftsführer der Blinkfüer Grundstücksgesellschaft mbH, Hein-Jürgen Thalen, die Schlüssel für das Haus Marienhude übernehmen. 935 000 Euro hat Thalen für das denkmalgeschützte Objekt aus dem Jahr 1905 an die Gemeinde bezahlt. „Es ist alles im Werden, wir sind ziemlich weit mit der Planung“, sagte Thalen jetzt auf Nachfrage.

Geplant sind Tagespflege im Erdgeschoss sowie betreutes Wohnen für alle Generationen in den oberen Etagen der alten Villa, die in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz umgebaut und saniert werden soll.

Damit sich das Projekt wirtschaftlich rechnet, werden bekanntlich am Rande des Parks drei Mehrfamilienhäuser für generationenübergreifendes und betreutes Wohnen mit insgesamt 33 Einheiten errichtet. Der Rat hatte mit der Verabschiedung des Bebauungsplanes dafür den Weg frei gemacht.

Thalen sagte gegenüber der NWZ, dass er vermutlich Ende Mai schon konkreter sagen könne, wie es weitergehe. Er sei in Verhandlungen mit möglichen Betreibern der Tagespflege und mit Kaufinteressenten für die neu zu errichtenden Wohnungen.

Das Projekt Marienhude hat Kritiker auf den Plan gerufen. So wird unter anderem befürchtet, dass zunächst nur die Neubauten errichtet und die Sanierungspläne für die alte Villa dann nicht mehr oder spät realisiert würden.

Das sei laut Vertrag mit der Gemeinde nicht möglich, sagt dazu Hein-Jürgen Thalen.

„Nur die neuen Wohneinheiten zu errichten, geht nicht. Es muss Zug um Zug auch die Villa saniert werden. Das ist vertraglich geregelt“, bestätigt Bürgermeister Holger Lebedinzew. Die Gemeinde Hude habe sich durch entsprechende Klauseln abgesichert, wenn sich der Käufer nicht an die Abmachungen halte.

Die Gemeinde habe genau definiert, was der Käufer machen könne und dürfe und entsprechendes Baurecht geschaffen. Thalen habe fünf Jahre Zeit, seine Pläne umzusetzen. Die genauen vertraglichen Details seien nichtöffentlich, so Lebedinzew.

Kritik gibt es auch am Verkaufsverfahren. Hätte die Gemeinde das überhaupt so machen dürfen? – Das Interessenbekundungsverfahren, aus dem am Ende Thalen als Käufer hervorgegangen sei, sei in Abstimmung mit der Kommunalaufsicht erfolgt, so der Bürgermeister.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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