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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wo besondere Wünsche erfüllt werden

04.09.2014

Ganderkesee Tulpenzwiebeln, Herbstrasendünger, Saatgut, aber auch Käfige, Aquarien sowie Fische und Nagetiere – das Samenhaus Melle an der Grüppenbührener Straße ist eine feste Einrichtung in Ganderkesee.

Geschäftsinhaber Jürgen Melle, der mit Ehefrau Barbara den Laden betreibt, ist im Geschäft groß geworden und legt vor allem Wert auf persönliche Beratung. „Wir bemühen uns, das, was der Kunde sucht, vorrätig zu haben oder zu bestellen“, sagt er.

Konkurrenz seien vor allem die größeren Ketten. „Onlinehandel spielt im Gartenbereich nicht so eine Rolle, im Zoobedarf eine etwas größere“, sagt Melle. Das Internet sei dabei eine gute Quelle, sich zu informieren. „Bei den jüngeren Kunden merken wir das schon“, erklärt er.

Im Gegensatz zu Käufen im Internet sei die Reklamation allerdings einfacher. „Die Produkte sind manchmal so eng verpackt, dass der Kunde die Teile nicht in den Karton wieder hineinbekommt. Das dauert seine Zeit und ist bei uns viel problemloser“, so Melle.

Die Laufkundschaft fehle hingegen ein bisschen. „Da ist es gut, dass wir eine feste Stammkundschaft haben“, erklärt der Geschäftsinhaber. Dazu gehören zum Teil auch ältere Kunden. So kommt Heide Holte gerne in den Laden. „Weil es noch persönlich ist, und nicht so riesig wie in anderen Märkten. Hier findet man alles und wird schnell bedient“, sagt sie.

Ein bisschen wie ein Tante-Emma-Laden sei das Geschäft, bestätigt Barbara Melle. So mischt ihr Ehemann das Vogelfutter – bestehend aus Erdnüssen, Rosinen und Körnern – für den Gartenbereich noch selbst in einer Holztonne aus den 50erJahren.

Viele Kunden kommen mit konkreten Wünschen oder Problemen ins Geschäft – etwa Algenbefall im Gartenteich oder tote Fische. Sie benötigen auch Beratung zum Gartenschutz oder zur Unkrautbeseitigung, so Melle. Fragen zur Tierhaltung werden ebenfalls gestellt. Dann rate er zum Teil vom Kauf eines Kaninchens ab, wenn nicht genügend Zeit für eine jahrelange Versorgung bleibt. „Dann wird vielleicht aus dem schnellen Geschäft nichts, aber man hat ein gutes Gewissen, den Kunden ausreichend beraten zu haben“, findet Melle.

Besondere Wünsche erfüllt er ebenfalls. So suchen manche Kunden außerhalb der Saison nach Saatgut, das sie mit nach Argentinien oder Israel nehmen können. „Das kommt ein paar Mal im Jahr vor. Dann müssen wir unsere Schubladen durchsuchen und geben noch Saatgut mit“, berichtet er.

Die Firma sei auch durch den Samenhandel entstanden. Melle erinnert sich noch, wie sein Vater mit Bestelllisten übers Land ging und Landwirte später mit Samen belieferte. „Das spielte sich im Winter ab, damit man im Frühjahr für die Kunden Zeit hatte, die ins Geschäft kamen“, so Melle.

Gegründet wurde das Fachgeschäft 1947 unter dem Namen „Firma Fritz Melle Samenhandel“ von Jürgen Melles Vater Fritz, während sein Onkel Georg die Gärtnerei betrieb. Es fing mit zwölf Quadratmeter Ladenfläche an, daraus sind nun 160 geworden. „Wir nutzen jeden Quadratmeter, es ist aber nicht mehr Ware unterzubringen, die der Kunde auch sehen kann.“

Tanja Henschel
Barßel
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2906

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