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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ihr war kein Baum zu hoch und kein Graben zu weit

09.04.2019

Wüsting Viele bunte Blumensträuße, eine Gratulation nach der anderen und so viele Gäste, dass sogar noch einige Stühle herbeigeschafft werden mussten – mit so viel Besuch hatte Ingeborg Scheumer an ihrem 100. Geburtstag wohl nicht gerechnet. So hatten sich am Montagvormittag im Seniorenwohn- und Pflegezentrum in Wüsting nicht nur Familie und Freunde zusammengefunden, auch Vertreter der Gemeinde Hude, des Landkreises Oldenburg und der Kirche wollten ihre Glückwünsche persönlich ausrichten.

Geboren wurde Ingeborg Scheumer am 8. April 1919 in Hatterwüsting – die Familie bekundete ihre Freude damals mit eine Geburtsanzeige in der Zeitung. Von 1925 bis 1933 besuchte Scheumer die einzügige Dorfschule in Hatterwüsting, an der ihr Vater der einzige Lehrer war. 1942 heiratete sie Johannes Scheumer, mit dem sie, unterbrochen durch seine fünfjährige russische Kriegsgefangenschaft, zwei Kinder großzog. „Das waren damals sehr schwierige Zeiten“, sagte Tochter Silke Scheumer-Thienel am Montag. Ihre Mutter habe jedoch immer das Beste aus der Situation gemacht.

Die 100-Jährige lebte stets nach dem Motto: „Kein Baum zu hoch, kein Graben zu weit.“ Heute zählt Ingeborg Scheumer neben ihren Kindern Silke und Uwe vier Enkel und vier Urenkel zu ihrer Familie. Dabei ist die 100-Jährige, die früher sportlich sehr aktiv war, immer noch fit. „Das liegt bestimmt daran, dass meine Mutter immer an der frischen Luft war und viel Rad gefahren ist“, sagte Scheumer-Thiel. Aktiv ist sie beispielsweise im Singkreis – die meisten Lieder kennt sie auswendig – und nimmt gern an der plattdeutschen Stunde im Seniorenwohnzentrum teil. Auch das Lösen von Kreuzworträtseln und das Schreiben von Gedichten gehört zu Scheumers Leidenschaften.

Seit fast fünf Jahren lebt die 100-Jährige im Seniorenwohnzentrum in Wüsting und fühlt sich pudelwohl. „Bei meiner Mutter ist immer was los“, erklärte Scheumer-Thienel. Das kann auch Udo Dreyer, Pastor der Ev.-luth. Kirchengemeinde Holle-Wüsting, bezeugen. „Wenn ich im Seniorenzentrum bin, halte ich Klönschnack mit Frau Scheumer. Sie ist eine intelligente Frau mit einer klaren Meinung und sieht immer das Positive“, sagte er.

Ihr fröhlicher und humorvolle Charakter scheint gut anzukommen. So wichen am Montag auch der 82-jährige Bewohner Walter Dökel und der ehemalige Pfleger Matthias Einemann nicht von ihrer Seite. Über die letzten Jahre hat sich „eine schöne Freundschaft“ entwickelt, wie Einemann es beschrieb. Auch die stellvertretende Huder Bürgermeisterin Marlies Pape überbrachte ihre Glückwünsche. Christel Zießler, stellvertretende Landrätin, hatte mehrere Geschenke für Ingeborg Scheumer im Gepäck. Neben einer Urkunde von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil übergab sie der 100-Jährigen im Namen des Landkreises Oldenburg auch einen Scheck über 100 Euro.

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