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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

In Sachen Bio großer Nachholbedarf

24.08.2018

Wüsting /Landkreis Oldenburg Die Region braucht trotz des Bio-Wachstums der vergangenen Jahre mehr Bio-Landwirtschaft und eine neue Achtsamkeit beim Einkaufen. Denn Bio-Produkte aus der Region sind gut für das Klima, gut für Insekten und Umwelt aber auch gut für die landwirtschaftlichen Betriebe und die Verbraucherinnen und Verbraucher, betont Projektleiter Eduard Hüsers von BioFair.

„Regionaler und saisonaler Einkauf hat ein CO2-Einsparpotenzial von bis zu zehn Prozent, da viele Lkw-Kilometer eingespart werden. Kommen dann noch Bio-Produkte dazu, erhöht sich das Einsparpotenzial noch mal um bis zu 27 Prozent, da kein energieintensives Stickstoff und keine Spritzmittel eingesetzt werden. Der Humusaufbau (CO2-Einlagerung) durch eine vielfältige Fruchtfolge und eine gute Kompostwirtschaft sorgt ebenfalls für diesen Effekt“, so Eduard Hüsers als Projektverantwortlicher auf den Landtagen in einer Pressemitteilung.

Auf der Messe Landtage Nord vom 24. bis 27. August in Wüsting präsentieren sich einige ökologisch wirtschaftende Betriebe mit ihren Produkten auf einem Gemeinschaftsstand in der Ausstellerhalle.

Mit dabei sind laut Hüsers die Demeter-Hofgemeinschaft aus Grummersort, die den neuen Hofansatz der solidarischen Landwirtschaft mit Verbrauchereinbindung vorstellt. Weiter sind eingebunden der Gemüsebaubetrieb Erdfrüchte aus Sandkrug (Bioland), die Biofleischerei Bakenhus aus Großenkneten, die Bio-Bäckerei Barkemeyer aus Hatten, die Bioland Imkerei Klinker aus Huntlosen und der Demeter-Gärtnerhof Sandhausen aus Delmenhorst. Als weitere Partner konnten der Kornkraft-Groß- und Einzelhandel sowie das Naturkostkontor Bremen gewonnen werden. Auch der Ernährungsrat aus Oldenburg, der die Erzeuger-Verbraucher Beziehung thematisieren wird, ist vor Ort.

Natürlich dürfen die Standbesucher auch probieren: Cocktailtomaten zum Beispiel, Käse oder Leberwurst auf Schwarzbrot.

Wissenswertes zu den Besonderheiten des regionalen Bio-Anbaus und darüber, wie das Bio-Kontrollsystem funktioniert, gibt es am Informationsmobil des BioFair-Projektbüros.

Bio im Nordwesten

Damit „Bio im Nordwesten“ eine Erfolgsgeschichte werde, seien neben den Landwirten die Verbraucher gefragt: „Nur wenn diese bereit sind, für regionale Bio-Produkte ein paar Cent mehr zu bezahlen als für Bio-Lebensmittel aus aller Welt, sind die Bauern auch bereit, umwelt- und klimafreundlich hergestellte Lebensmittel in der Region zu produzieren“, meint Eduard Hüsers.

Landwirte und Gärtner erhalten am Stand Informationen über eine mögliche Bio-Weiterentwicklung ihres Betriebes und welche Fördermöglichkeiten und Hilfestellungen es gibt. Am Infostand kann ein unverbindliches Erstgespräch geführt oder ein Besprechungstermin vereinbart werden. Ansprechpartner ist Eduard Hüsers.

Nur 2,2 Prozent Ökoland

„Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil des Ökolandbaus an der gesamten Landwirtschaft bis 2030 auf 20 Prozent zu erhöhen. Besonders Milchviehbetriebe haben im Nordwesten in den letzten Jahren auf den ökologischen Landbau umgestellt. Der Landesdurchschnitt in Niedersachsen beträgt mittlerweile 3,9 Prozent, aber im Landkreis Oldenburg nur 2,2 Prozent. Hier besteht noch enormer Nachholbedarf“, betont Eduard Hüsers in der Pressemitteilung.

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