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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Telekom lässt Kunden sehr lange warten

23.01.2019

Wüsting /Oberhausen Seit Freitagmorgen gab es im Telekom-Netz im Bereich Wüsting/Oberhausen eine massive Störung, die dazu führte, dass offenbar etliche Privatleute, Firmen, Praxen und Bauernhöfe kein Festnetztelefon und kein Internet mehr hatten. Auf eine Anfrage der NWZ am Montagnachmittag kam, wie berichtet, prompt die Antwort der Telekom-Pressestelle, dass „in unserem Netz in diesem Gebiet keine größere Störungen vorliegen“. Das sorgte für Kopfschütteln bei den betroffenen Telekom-Kunden.

Die Verärgerung ist groß, wie zum Beispiel bei Service-Assistentin Christine de Groot vom Wüstinger Autohaus Schütte. Immer wieder habe sie am Freitag mit der Service-Hotline der Telekom telefoniert. Immer wieder neue Leute an der Strippe. Immer wieder die Schilderung des Problems ganz von vorne. Sechsmal sei ein Rückruf versprochen worden. Doch nichts sei passiert. Schließlich sollte ein Servicetechniker rauskommen. Der kam aber dann am Freitag doch nicht mehr.

Techniker kommt nicht

Auf Nachfrage habe es geheißen, der Techniker habe es dann wohl nicht geschafft und werde frühestens am Montag kommen, da ja Wochenende sei. Doch auch am Montag tat sich nichts. Bei einem anderen Gewerbebetrieb in Wüsting habe sich der Techniker für Samstag angekündigt, sei dann aber auch nicht gekommen, weiß Christine de Groot zu berichten. „Ich habe dafür kein Verständnis. Das ist schlechter Service“, sagt sie.

Als „absolut katastrophal“ beschreibt auch Jan Themann von Elektro Tasko in Wüsting seine Erfahrungen mit dem Service der Telekom. „Aussagen über den tatsächlichen Sachstand kann oder will bei der Telekom keiner machen“, hat er bei Telefonaten mit der Service-Hotline festgestellt. „Es gibt keine vernünftigen Antworten.“ Dabei bezahle seine Firma sogar eine Pauschale für einen Entstör-Service innerhalb von acht Stunden. Dieser Zeitraum war am Dienstagvormittag allerdings sehr weit überschritten, als doch plötzlich wieder das Netz funktionierte. Themann freute sich, hatte aber zugleich Bauchschmerzen, „weil man nie weiß, ob das Netz nicht gleich wieder abschmiert“.

Probleme schon länger

„Die Probleme gibt es bereits seit längerer Zeit. Schon vor Weihnachten gab es immer wieder Ausfälle“, so Themann. Techniker seien vor Ort gewesen, Kabelfirmen – alle hätten nichts finden können. Alles habe mit der von der Telekom „erzwungenen“ Umstellung auf „Voice over IP“-Telefonie übers Internet begonnen, vermutet Themann. Seine Firma habe einen neuen Router angeschafft: „Doch das hat nichts gebracht.“

Auch andere Geschäftskunden sollen zu hören bekommen haben, dass es nicht an der Telekom liege, sondern dass sie einen neuen Router oder eine zweite Leitung benötigten, weiß Christine de Groot von Kfz Schütte zu berichten. Schon seit November kämpfe man mit Störungen. „Schlechte Telefonverbindungen, das Internet lief nur sporadisch“, berichtete sie.

Am Freitagmorgen kam dann bei Schütte und vielen anderen der Totalausfall. Um überhaupt noch für Kunden erreichbar zu sein, wurden Umleitungen auf private Handys eingerichtet. Doch zum Beispiel Ersatzteilbestellungen und Preisauskünfte waren ohne Internet nicht möglich. „Dann merkt man erst, wie abhängig man vom Internet ist“, so Kfz-Meister Michael Schütte.

Dass es mal Störungen geben könne, dafür habe man Verständnis, so Christine de Groot. Doch dass sich die Telekom nicht kümmere, um das Problem schnellstmöglich zu beheben und stattdessen die Kunden von immer wieder neuen Mitarbeitern der Service-Hotline vertröstet würden, sei mehr als ärgerlich. Zum Glück laufe die Kasse der Tankstelle über einen anderen Kommunikationsanbieter und habe weiterhin funktioniert. Sonst wäre es noch schlimmer geworden.

Die Telekom war mit ihrer Aussage vom Montag, dass keine größere Störung vorliege, am Dienstagvormittag auf nochmalige Nachfrage der NWZ zurückgerudert. Am Montag habe es offensichtlich einen Fehler im eigenen System gegeben: Die Störungen in dem Gebiet seien „nicht sauber angezeigt“ worden. Eine Störung also im Störungs-Meldesystem der Telekom, die offenbar dazu führte, dass nicht mit Nachdruck auf Fehlersuche gegangen wurde?

Defekte Hardware

Die Techniker hätten am Montagabend damit begonnen, sich um die Behebung der Störung zu kümmern, teilte die Telekom-Pressesprecherin weiter mit. Am Dienstagmittag kam dann die Mitteilung, dass die Störung behoben sei. „Schuld war eine defekte Baugruppe (Hardware) in einer Betriebsstelle. Diese wurde ausgetauscht“, so Telekom-Pressesprecherin Stefanie Halle.

Betroffen waren nach ihren Angaben rund zwei Dutzend Kunden. „Wir entschuldigen uns noch einmal bei unseren Kunden für die längere Wartezeit“, so die Telekom.

Es wurde außerdem empfohlen, dass Kunden, die nach der Behebung der Störung wider Erwarten nicht telefonieren oder im Internet surfen können, die Telefonanlage oder den Router für eine Minute vom Netz nehmen und dann erneut starten.

Ansonsten gibt es die Service-Hotline (Telefon  0800/ 330 10 00). Da kann es aber schon mal passieren, dass man in eine 45 Minuten währenden Warteschleife gerät. . .

Es ruckelt noch

„Jetzt läuft es wieder, aber es ruckelt noch“, war sich Christine de Groot von Kfz Schütte am Dienstagmittag noch nicht sicher, ob die Leitung jetzt auf Dauer störungsfrei bleibt. Und nur eine gute Sunde später gab es erneut Probleme. „Wir lassen jetzt die Umleitung auf die Handys bestehen und warten den Tag erst einmal ab“, sagte die genervte Mitarbeiterin.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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