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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Fortbildung: Zickenkrieg im Bienenstock

30.04.2012

MUNDERLOH Wenn Guido Eich eine Wabe aus einem Bienenstock holt, werden selbst erfahrene Imker still und hängen an seinen Lippen. Der Bienenzuchtberater vom Institut für Bienenkunde in Celle gilt in Fachkreisen als ausgewiesener Experte.

Da war es kein Wunder, dass am Freitagnachmittag fast dreißig Imker aus der Region zur „Spurensuche am Bienenvolk“ auf das Grundstück von Peter Franz in Munderloh gekommen waren. Sie wollten von Eich lernen, wie man anhand des Zustands der Waben auf die Gesundheit des Bienenvolkes schließen kann.

Anschauungsobjekte waren bei der Veranstaltung des Imkervereins Hatten und Umgebung reichlich vorhanden und Eich beeindruckte den Kreis aus erfahrenen Bienenkenners und Nachwuchsimkern. Nur anhand einer Wabe und an mikroskopisch kleinen Teilchen, die sich auf einer Bodenplatte unter den Waben sammeln, konnte er Rückschlüsse auf das Alter der Bienenkönigin ziehen und genaue Auskunft über Krankheitserreger im Volk geben.

Eine knallig gelbe Wabe, so erkannte er sofort, stammt von Bienen, die zurzeit ausschließlich auf Löwenzahnblüten unterwegs sind, das könne man sogar am Geruch erkennen, ist er überzeugt. Die Farbe des Bienenwachses lässt ebenfalls Schlüsse zu: Wachs mit einer kräftigen Farbe deute darauf hin, dass die Bienen viel Pollen gefressen haben. Einen starken Farbeffekt hätten vor allem Kastanienblüten. „Davon werden sogar die Larven rosa, die sehen dann aus wie Shrimps“, erzählt der Experte. Auch an der Art, wie die Bienen aus einem Stock heraus und wieder herein fliegen, zieht er Rückschlüsse auf den Zustand des Volkes. Ein älteres und ein jüngeres Volk habe Peter Franz hier direkt nebeneinander, erkennt er sofort.

Das bestätigt sich auch bei einem Blick auf die Bodenplatte. Dort findet Eich Fühler, Beinchen und Flügel. „Hier gab es wohl etwas Zickenkrieg“, scherzt er. Wenn sich Bienen aus dem jungen Volk in den falschen Stock verirrten, müssten sie dort möglicherweise schon einige Körperteile im Kampf lassen.

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Der Experte hatte noch zahlreiche Tipps, für die die anwesenden Imker sehr dankbar waren. Vor allem sei es wichtig, die richtige Diagnose über den Zustand des Volkes stellen zu können, ohne die Balance im Stock zu stören, erklärt Götz Neuber vom Imkerverein. „Je mehr man die Bienen in Ruhe lässt, desto besser“, sagt er.

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Westerstede
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