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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ziel seit 8. Lebensjahr vor Augen

15.07.2010

WILDESHAUSEN „Ein Landwirtschaftsmeister ohne eigenen Hof? Wie geht das denn?“, fragten ihn viele Freunde. Es geht: Seit einigen Tagen hat Björn Dietz aus Wildeshausen dem Meistertitel in der Tasche. Zugleich hat der 24-Jährige eine eigene Firma gegründet. „Ohne die Unterstützung meiner Freundin Birte Bruns und meiner Eltern, Ute und Horst Dietz, hätte ich das kaum gepackt“, verweist er auf das enorme Arbeitspensum in den zurückliegenden zwei Jahren.

„Schon ab dem 8. Lebensjahr wollte ich Landwirt werden“, erzählt der Wildeshauser. Auf dem Hof von Inga und Gerold Schnitger in Spasche geht er ein und aus. „Dort habe ich Trecker fahren gelernt.“ Schnitgers überzeugen auch Björns Eltern. Seine Lehre startet er 2004 auf dem Hof von Maik Plate in Garmhausen. Bei dem Schweinemäster erfährt Dietz auch viel über Biogasanlagen. Ackerbau erlernt er bei Hans-Heinrich Cohrs in Rüssen.

Hähnchenmast ein Thema

Nach der Lehre nimmt Björn Dietz, der sich ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen engagiert, in Vechta ein agrarwissenschaftliches Studium auf. Doch schon nach kurzer Zeit merkt er, dass ihm die Praxis fehlt. Gemeinsam mit anderen Landwirten aus den Kreisen Vechta und Cloppenburg besucht er die Meisterschule. Aus dem Landkreis Oldenburg sind unter anderem Jörg Lüschen (Ohe), Bernd Schütte (Sage) und Christian Jahnz (Ganderkesee) dabei. Für das „Meisterstück“ stellt Landwirt Dirk Johannes aus Bühren seine Stallungen zur Verfügung.

In seiner Prüfungsarbeit widmet sich Dietz einem überaus anspruchsvollem Thema: die Einstreuoptionen in der Hähnchenmast. Während bei Puten der Einstreu während der Mastphase gewechselt wird, geschieht dies bei Hähnchen in der Regel nicht. Der Wildeshauser Landwirt untersucht, ob Stroh oder Maissilage vorteilhafter für die Gesundheit der Tiere ist. Insgesamt wertet Dietz sechs Durchgänge aus. Schlachterei und Amtstierarzt sehen sich die Fußballen von mehr als 18 000 Tieren an. Das Ergebnis: Maisilage ist deutlich besser. Durch den Kot verklebt das Stroh schneller. 76 Prozent der Tiere weisen Veränderungen an den Fußballen auf; bei Mais sind es 17 Prozent. Als zweites Thema muss er den Neubau von Hähnchenställen planen und berechnen. Dietz gibt am Ende zwei Arbeiten mit mehr als 100 Seiten, gespickt mit Daten und Tabellen, bei den Prüfern ab.

Tipps zu Biogas

Nach diversen Prüfungen, zuletzt die Fremdbetriebsprüfung auf einem Hof in Lutten, nennt sich Dietz nun Meister der Landwirtschaft. Einen eigenen Hof hat er immer noch nicht, aber einen eigenen Betrieb: „Unter dem Titel „Agrarservice Nord“ berät der Unternehmer heimische Landwirte, vor allem in Sachen Biogas. So gibt er Tipps beim Neubau der Anlage in Aschenstedt oder hilft derzeit bei Schnitgers mit, die ebenfalls eine Biogasanlage bauen. „Viele Landwirte wollen derzeit ihre bestehenden Anlagen optimieren“, sieht Dietz optimistisch in die Zukunft. Auch der Beratungsring in Huntlosen habe Personalbedarf. Die Betriebswirtschaft wird ihn auch künftig nicht in Ruhe lassen. Den Blaumann zieht Björn Dietz gern weiter an.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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