• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Zu Ostern frische Eier und Erdbeeren

26.03.2016

Wildeshausen Kräftig mitangepackt hat die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag am Gründonnerstag bei ihrem Besuch der Wildeshauser Tafel. Die Tafel, die auf dem Gelände der Diakonie Himmelsthür untergebracht ist, sammelt – wie andere Einrichtungen dieser Art auch – bei Unternehmen wie Supermärkten oder Bäckereien gut erhaltene Lebensmittel ein, die nicht mehr für den Verkauf bestimmt sind. Diese werden an bedürftige Menschen ausgegeben.

Der Vorsitzende der Wildeshauser Tafel, Peter Krönung, nutzte die Gelegenheit, um auf die Herausforderung an die Tafel durch die steigende Zahl der Asylsuchenden hinzuweisen.

An aktiv gemeldeten Haushalten, die mindestens einmal Ware innerhalb von einem halben Jahr bezogen haben, gebe es in Wildeshausen derzeit 339 mit 814 Personen. Hinzu kämen 248 Haushalte mit 701 Personen in Ahlhorn.

Durchschnittlich würden sich wöchentlich in Ahlhorn 101 Haushalte und in Wildeshausen 139 Haushalte zum Tafelbesuch einfinden. Rund 35 Prozent der Kunden seien Deutsche, dann folgten Iraker, Bulgaren und Syrer.

„Im vergangenen Jahr haben wir Lebensmittel für 22 000 Personen ausgegeben“, betonte Krönung. Allein in den vergangenen drei Monaten habe man durch den Flüchtlingsstrom ein Plus von 30 Prozent verzeichnet. „Wir erwarten noch mehr“, blickte Krönung in die Zukunft.

Zwar sei die Wildeshauser Tafel gut vernetzt und mit ihren 92 ehrenamtlichen Mitarbeitern gut aufgestellt, aber vor allem in Ahlhorn sei die Lage schon fast dramatisch.

Gerade vor diesem Hintergrund sei bundesweit eine stärkere Unterstützung der Tafeln durch die Politik nötig, mahnte Krönung und gab auch ein ganz konkretes Beispiel: Es könne nicht sein, dass viele Fahrzeuge wie zum Beispiel Oldtimer von der Kfz-Steuer befreit seien, die Tafelfahrzeuge aber besteuert würden.

„Bei geschätzt 1500 Tafelfahrzeugen in Deutschland sind die Einnahmen daraus für den Bund Peanuts“, führte Krönung aus. Für die einzelne Tafel seien die Ausgaben aber empfindlich. 500 Euro fallen dafür zum Beispiel jährlich in Wildeshausen an.

Zumindest eine Ermäßigung müsste durchaus möglich sein, meinte auch Mittag und versprach, sich für dieses Anliegen in Berlin einzusetzen. Das Ehrenamt verdiene eine größtmögliche Anerkennung, so die SPD-Politikerin abschließend.

Weitere Nachrichten:

Wildeshauser Tafel | SPD | Tafel | Diakonie | Himmelsthür | Ehrenamt