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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Umweltfrevel: Zum Schwarzärgern: Blaue Bäume im grünen Wald

28.06.2011

STENUM „Wer macht sowas?“ Diese Frage stellt Jürgen Halm mehr rhetorisch. Er weiß auch, dass Vandalismus vor der Natur nicht Halt macht. Eine Antwort möchte der Rethorner aber auf seine zweite Frage: „Wie kriegt man das bloß wieder weg?“

In dicken Strichen und Schwüngen ziehen sich blaue Farbstreifen über den mächtigen Eichenstamm im Stenumer Holz. Hier hat sich offensichtlich ein selbst ernannter „Künstler“ ausgetobt. Und das auch nicht zum ersten Mal: „Das geht schon seit rund einem Jahr so“, hat Jürgen Halm beobachtet, der in Rethorn am Rande des Stenumer Holzes wohnt. „Es kommt immer mal wieder etwas hinzu.“

Auch andere Bäumen hat der Sprayer beschmiert. Teilweise wurde sogar noch säuberlich die Rinde entfernt, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. „Weiter hinten ist auch etwas in Gelb angesprüht“, weiß Halm. Der 70-Jährige ärgert sich sehr über diese Form des Baumfrevels. „Solche Schmierereien sollte es nicht geben“, meint er – „aber schon gar nicht mitten im Wald!“

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Der Graffiti-Sprayer ist aber nicht der einzige Unbekannte, der die Natur im Stenumer Holz empfindlich stört. Jürgen Halm hat noch ein neues Ärgernis entdeckt: Am Heilstättenweg, keine zehn Meter vom Straßenrand entfernt, liegen mittlerweile zwei große Haufen Grasschnitt – einer davon noch ganz frisch.

Die Entsorgung der Mahd im Wald sei ökologisch alles andere als unbedenklich, gibt Halm zu bedenken: „Das feuchte Gras schimmelt, es bilden sich Pilze und Sporen, die hier nicht hergehören, und die greifen wiederum die Bäume an“, erklärt der Rentner aus Rethorn, der fast täglich im Stenumer Holz spazieren geht – und das auch anderen empfehlen möchte: „Die Leute sollten öfter in den Wald gehen“, appelliert er. „Wie Holz sich anfühlt, wie es riecht, das ist wirklich einzigartig!“

Wie Revierförster Johannes Steffens auf Nachfrage erklärte, kommt es in seinem Zuständigkeitsbereich „eher selten“ vor, dass Bäume mit Farbe beschmiert werden. Auf keinen Fall dürfe dann aber mit mechanischen oder chemischen Mitteln versucht werden, die Verunreinigungen zu beseitigen – das schade dem Baum. Steffens rät dazu, die Reinigung der Natur zu überlassen: „Zwei, drei Jahre – dann ist das verwittert.“

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