• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Zwei Schleifen für eine bessere Hunte

25.03.2015
NWZonline.de NWZonline 2015-07-20T19:47:42Z 280 158

Umweltschutz Im Kreis Oldenburg:
Zwei Schleifen für eine bessere Hunte

Sandhatten/Dehland Die neuen, knapp 700 Meter langen Hunteschleifen zwischen Sandhatten (Gemeinde Hatten) und Dehland (Großenkneten) sind Dienstagmittag offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Geladene Gäste der Hunte-Wasseracht – darunter Landrat Carsten Harings, die Bürgermeister Christian Pundt und Thorsten Schmidtke und Vertreter des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz überzeugten sich davon, dass sich die ökologische Situation des Flusses verbessert hat.

Durch den Neubau der Gewässerschleifen und den Bau einer flach geneigten Sohlengleite ist die Hunte für alle hier vorkommenden Arten passierbar. Onno Langhorst, Verbandsvorsteher der Hunte-Wasseracht, erinnerte daran, warum vor einem Jahr der Spatenstich für das Projekt erfolgt war. Die Hunte ist in der Vergangenheit um rund 30 Prozent verkürzt worden. Seit 1950 ist das Flussbett durch die höhere Fließgeschwindigkeit des Wassers um bis zu zwei Meter gesunken – mit negativen Folgen für den Grundwasserstand in der angrenzenden Talaue.

Umgesetzt wurde das Projekt – bislang das dritte seiner Art zwischen Wildeshausen und Oldenburg ausschließlich auf öffentlichem Grund. Rund 60 000 Kubikmeter Boden wurden bewegt und der bei der Rekultivierung der ehemaligen Bundesbahndeponie Bookholzberg wiederverwendet. Der Kreis Oldenburg hatte, langfristig planend, entsprechende Flächen in der Vergangenheit aufgekauft. Dafür gab es Lob für den ehemaligen Leiter des Amtes für Naturschutz und Landschaftspflege, Bernd Lögering. Die Gesamtkosten der Maßnahme, die den Anforderungen der EG-Wasserrahmenrichtlinie entspricht, beziffert die Hunte-Wasseracht auf rund 927 000 Euro. Zu 90 Prozent finanzieren das Land Niedersachsen und die Europäische Union. 60 000 Euro trägt der Landkreis Oldenburg, 35 000 Euro die Umweltstiftung Weser-Ems.