• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Zweifel am Lärmschutz auf Schießanlage

23.04.2013

Ahlhorn Die Bürgerinitiative (BI) „Ahlhorn ohne Schießlärm“ kämpft mit Entschlossenheit gegen das geplante Schießsportzentrum der Jägerschaft Cloppenburg/Vechta auf der ehemaligen Standortschießanlage in Ahlhorn. Das erfuhren Mitglieder der Grünen-Kreistagsfraktion von den Vorstandsmitgliedern Vera Palme und Peter Petersmann vor Ort. Die BI-Vertreter wiesen noch einmal darauf hin, dass das alte Schießgelände mit vielen Altlasten belastet sei und dass diese bei Bauaktivitäten in die Umwelt gelangen würden.

Das Gelände sei früher als Müllkippe auch von Gewerbetreibenden genutzt worden. Zeitzeugen hätten berichtet, dass neben alten Autos auch Farbreste und viele andere Abfälle in der Grube landeten. Nach Einebnung sei darauf zum Teil die Schießanlage der Bundeswehr entstanden.

Außerdem sei von gefährlichen Altbeständen aus der Bundeswehrzeit auszugehen. Der Bund als Eigentümer scheue aus Kostengründen die Untersuchung, und der Landkreis scheine zurzeit noch nicht dafür zuständig zu sein.

„Völlig unakzeptabel“

„Ein Vorgehen, das völlig unakzeptabel ist“, so Grünen- Pressesprecher Eduard Hüsers, „zumal direkt am Gelände angrenzend das Wasserschutzgebiet unseres Trinkwasserversorgers anfängt. Bei Belastung des Wassers hat dann wieder die Allgemeinheit die Kosten zu tragen.“

Gute fachliche Praxis sei es, eine detaillierte Untersuchung einzuleiten und nicht zu hoffen, dass nichts passiere. Gute fachliche Praxis sei es dann auch, das Gelände ruhen zu lassen, „denn die Giftstoffe werden durch Bewegung im Boden erst wieder freigesetzt“, meinen die Grünen. Sie fordern den Landkreis auf, hier vor Bewilligung vom Bund Gutachten einzufordern. Die Bürgerinitiative wies weiter darauf hin, dass durch das Schießzentrum ein in den vergangenen Jahren entwickeltes Biotop mit seltenen und geschützten Arten (Fledermäuse/Ameisen) vernichtet werde.

Große Bedenken

Auch der Lärmschutz wird immer heftig diskutiert. „Der Antragsteller denkt, dass die hohen Wälle nach theoretischen Berechnungen den Schallschutz sichern. Erfahrungsberichte aus anderen Regionen lassen hier große Bedenken aufkommen“, so Vertreter der Bürgerinitiative.

Wie der Landkreis Eduard Hüsers mitteilte, soll die Einhaltung durch ein technisches System, das von den Antragstellern vorgeschlagen wurde, kontrolliert werden. „Werden die erlaubten Schallwerte überschritten, sind die Schießsportfreunde gehalten, eine Pause einzulegen“, so Hüsers sarkastisch. „Das kann nicht funktionieren“, stellt er fest. Seiner Meinung nach sollte das Bedürfnis der Ahlhorner nach Ruhe höher gewichtet werden „als der Schießtrieb einiger Weniger“. Zumal für die Ausbildung der Jäger im Kreis Oldenburg die Anlage in Altona zur Verfügung stehe.


Mehr Infos unter   www.ahlhorn-ohne-schiesslärm.de 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.