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Drei-Sterne-Seen und schöne Freibäder Wo Sie wahre Badeparadiese im Kreis Oldenburg finden

An heißen Tagen kann man es am Badeseee Westrittrum gut aushalten.

An heißen Tagen kann man es am Badeseee Westrittrum gut aushalten.

Florian Fabozzi/Archiv

Landkreis Oldenburg - Wer den Sommer nicht in beliebten Urlaubsorten im Süden verbringt, kann im Landkreis Oldenburg in Drei-Sterne-Seen baden. Laut Badegewässer-Atlas Niedersachsen haben alle Seen im Landkreis, in denen das Schwimmen offiziell erlaubt ist, eine ausgezeichnete Wasserqualität. „Wenn die Ergebnisse mehrere Jahre hintereinander gut waren, werden sie mit drei Sternen ausgezeichnet“, sagt Rainer Freudenberg, Hygieneinspektor im Gesundheitsamt des Landkreises Oldenburg.

Regelmäßig Proben

In den Badeseen werden demnach zehn Tage vor Beginn der Badesaison am 15. Mai Wasserproben genommen und im Labor auf bestimmte Bakterien untersucht. Bis zum Ende der Saison am 15. September erfolgen alle vier Wochen weitere Proben. Auch die Strände würden begangen und auf Unfallgefahren überprüft. Rainer Freudenberg vom Gesundheitsamt bescheinigt den Badeseen im Landkreis beste Werte: „Die Seen, die in kommunaler Hand sind, werden sehr gut gepflegt“, sagt er. Und auch die Campingplatzbetreiber würden eine Menge tun.

Die Badeseen und Freibäder im Landkreis Oldenburg eignen sich für Ausflüge mit der ganzen Familie. Grafikschmiede/Astrid Brüning-Bieder

Die Badeseen und Freibäder im Landkreis Oldenburg eignen sich für Ausflüge mit der ganzen Familie. Grafikschmiede/Astrid Brüning-Bieder

Im Landkreis Oldenburg gibt es fünf Seen, die mit umfangreichen Informationen im Badegewässer-Atlas aufgeführt sind. Dazu gehört der Badesee Westerholt in der Gemeinde Wardenburg. Mit einem etwa 130 Meter langen Sandstrand und flachem Wasser, in dem auch Nichtschwimmer planschen können, bietet er sich als Ausflugsziel für Familien an. Auch ein Sanitärgebäude und ein Imbiss sind dort zu finden. Allerdings wird der See in diesem Sommer nicht mehr bewacht.

Imbiss und Toiletten

Der Westrittrumer See zwischen Wildeshausen und Huntlosen in der Gemeinde Großenkneten lockt bei sonnigem Wetter ebenfalls viele Badegäste an. Dort lädt ein rund 600 Meter langer Strand aus aufgeschüttetem Sand zum Sonnenbaden und Spielen ein. Ein Toilettenwagen ist dort aufgestellt, und bei schönem Wetter öffnet auch ein Imbiss.

Schwimmen und Spielen im Freibad

Das Freibad in Ganderkesee wurde erst kürzlich modernisiert. Das Bad am Heideweg verfügt über ein Sportbecken und einen Sprungturm sowie ein Becken mit einer großen Wasserrutsche für Kinder. In der Woche ist es von 6 bis 20 Uhr, am Wochenende von 7 bis 20 Uhr geöffnet.

Die Riesenrutsche ist eine besondere Attraktion im Freibad in Hatten. Das Bad am Kreyenweg wird über eine Biogasanlage beheizt, das Wasser verfügt somit über eine Temperatur von 27 Grad. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 6 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 8 bis 18 Uhr.

Auch das Rosenfreibad in Harpstedt hat Becken für Schwimmer und Nichtschwimmer sowie ein Babybecken mit Sonnenschutz zu bieten. Eine Liegewiese, eine Cafeteria, Tischtennisplatten und ein Beachvolleyballplatz gehören ebenfalls zur Ausstattung des Bades am Tielingskamp, das in der Woche von 6.30 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 19 Uhr geöffnet ist.

Fast wie in einem See schwimmt es sich im Naturbad in Hude. Das Wasser kommt ohne chemische Zusätze aus. Zudem gibt es einen Strandbereich mit Wasser-Spielplatz für Kinder. Von Dienstag bis Freitag ist das Bad von 11 bis 20.30 Uhr geöffnet. Am Samstag und Sonntag kann es von 10 bis 19 Uhr besucht werden.

Zurzeit saniert wird das Freibad des Krandelbads in Wildeshausen.

Etwas abgelegen, aber sehr idyllisch liegt der Hohenbökener See in der Gemeinde Ganderkesee. Das auch als „Sielingsee“ bekannte Gewässer bei Bookholzberg ist bei schönem Wetter ein Anziehungspunkt für Familien und junge Leute. An den Wochenenden und bei schönem Wetter organisiert die DLRG-Ortsgruppe Ganderkesee dort auch einen Wachdienst. Wegen des durchwachsenen Wetters sind die Ehrenamtlichen bisher allerdings noch nicht zum Einsatz gekommen. „Außer ein paar Vögeln war niemand da“, sagt Kristoff Braun, Leiter Einsatz bei der DLRG. Doch wenn der Sommer und der große Ansturm kommen, sind die Helfer und Helferinnen vorbereitet: Seit Kurzem gehört auch ein Board fürs Stand-up-Paddling zur Ausrüstung. Es seien viele dieser Boards auf dem See anzutreffen. „Wir haben auch eins und können es nutzen, wenn etwas passiert.“

Campingplätze mit See

Zwei beliebte Badeseen im Landkreis Oldenburg sind Teil von Camping-Anlagen, können aber auch von anderen Badegästen genutzt werden. Der Falkensteinsee bei Steinkimmen in der Gemeinde Ganderkesee verfügt über Strandbereiche zum Sonnen und Baden. Dort wie auch am Campingplatzsee Aschenbeck in der Gemeinde Dötlingen zahlen Besucher und Besucherinnen Eintritt. Dafür gibt es eine gute Infrastruktur: Es gebe einen Kiosk, eine Minigolf-Anlage und einen großen Spielplatz, sagt Betreiber Gerd Aschenbeck. Auch sei der See ganz flach, sodass Kinder dort baden könnten. „Aber bisher war es noch zu kalt.“

Hier ist Baden verboten

Außer den offiziellen Badeseen gibt es allerdings auch zahlreiche Gewässer, in denen trotz Badeverbots geschwommen wird. Der Sandersfelder See in der Gemeinde Hude beispielsweise ist ein Anziehungspunkt für Badegäste und Hundebesitzer: „Dass Leute da baden, ist nicht erlaubt“, sagt Ralf Frank Bröcker vom Fischereiverein Wüsting. Der Verein hat das Gewässer gemeinsam mit dem Fischereiverein Hude gepachtet. Das Ufer des Sees und der umliegende Wald dagegen gehörten zum Forstamt Hasbruch. Bröcker kennt keinen See in der Gemeinde Hude, in dem offiziell gebadet werden darf. Allerdings würden Privateigentümer das Baden häufig tolerieren, da sie ihre Gewässer sonst einzäunen müssten.

Antje Rickmeier
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