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Zirkus Francalli in Ganderkesee Indianermädchen Yamanti und Cowboy Rudi sind die Stars der Show

Noch bis Sonntag in Ganderkesee (v. l.): Zirkusdirektor Miguel Frank, Lucia („Yamanti“) mit Pony „Kleiner Falke“ und Rudi mit Pony „Christella“

Noch bis Sonntag in Ganderkesee (v. l.): Zirkusdirektor Miguel Frank, Lucia („Yamanti“) mit Pony „Kleiner Falke“ und Rudi mit Pony „Christella“

Stephanie Meyer

Ganderkesee - Wilde Pferde, starke Indianermädchen und geschickte Cowboys – für viele waren sie wohl die Helden aus den Lieblingsgeschichten der Kindheit. Die achtjährige Lucia und ihr zehnjähriger Cousin Rudi lassen diese Geschichten zum Leben erwachen: Die Kinder sind die Stars der Pferdeshow „Das Indianermädchen Yamanti & Kleiner Falke“ im Zirkus Francalli, der noch bis Sonntag, 12. Juni, in Ganderkesee gastiert. Darin geht es um ein Abenteuer zwischen verfeindeten Kulturen – zwischen Yamanti (dargestellt von Lucia) und den Cowboys – die schließlich doch zu Freunden werden. Mit dabei ist nicht nur Yamantis bester Freund, das Pony „Kleiner Falke“, sondern viele weitere Tiere, die mit beeindruckenden Kunststücken das Publikum begeistern, verspricht Zirkusdirektor Miguel Frank.

Nach zweijähriger Corona-Pause kann der Zirkus Francalli, den Miguel Frank bereits in fünfter Generation führt, mit seinem neuen Programm starten. Indianer-Shows veranstaltet der Zirkus schon seit über 60 Jahren, erzählt der Direktor. Die anspruchsvollen Pferdeshows sind hingegen relativ neu – und zum Teil wohl auch Tochter Lucia geschuldet, die ein großes Herz für die Tiere hat.

Dass allen 16 Familienmitgliedern, die in der Show mitmachen, das Tierwohl wichtig ist, betont Miguel Frank. „Sie sind von klein auf bei uns und gehören zur Familie.“ Bei der Dressur sei es daher besonders wichtig, spielerisch mit den Tieren zusammenzuarbeiten und stets die Harmonie zwischen Mensch und Tier, aber auch unter den Tieren, aufrechtzuerhalten. Und von denen gibt es viele: Etwa 30 Tiere hält die Zirkusfamilie, darunter acht Pferde, zwei Ponys, drei Lamas, vier Kamele und zwei Longhorn-Rinder – sie alle sind Teil der Show.

In dem etwa zweistündigen Programm können sich die Besucherinnen und Besucher auf Bodenturnen, Akrobatik, Voltigieren und vieles mehr freuen – alles zusammen mit den Tieren. Der erste Teil der Show ist dabei an ein arabisches Thema angelehnt, erzählt Frank.

Kamele dabei

Ganz nach dem Motto „Yasmin und Aladin“: Passend dazu sind die Kunststücke mit den arabischen und spanischen Pferden sowie den Kamelen. Der zweite Teil dreht sich um die Indianer- und Cowboy-Geschichte: Yamanti führt allerlei Tricks mit „Kleiner Falke“ auf, Rudi und die Cowboys schwingen ihre Lassos und werfen mit Messern – auch der eine oder andere Tomahawk fliegt durch die Manege, sagt der Direktor.

Schließlich werden die zwei imposanten Longhorn-Rinder vorgeführt: Die massigen Tiere mit einer Tonne Gewicht und fast zwei Meter Hörnerspannweite kommen „ganz nah ans Publikum“, verspricht Frank. „Eine Show für Jung und Alt.“

Shows und Preise

Von Donnerstag bis Sonntag, 9. bis 12. Juni, gastiert der Zirkus Francalli noch an der Delthuner Straße in Ganderkesee (auf der Wiese neben Tischlerei Sandkuhl). Anschließend wird der Zirkus vom 17. bis 26. Juni in Brake sein, so Zirkusdirektor Miguel Frank.

Täglich um 16 Uhr findet die Pferdeshow „Das Indianermädchen Yamanti & Kleiner Falke“ statt, sonntags bereits um 11 Uhr. Der Eintritt kostet für Kinder 10, für Erwachsene 12 Euro (außer Loge). Freitags erhalten alle Einlass zu Kinderpreisen, sonntags haben Väter freien Eintritt. Vorverkauf täglich von 10 bis 12 Uhr an der Tageskasse.

Am Donnerstag findet außerdem eine Premiere statt: Erstmals wird der Cremello-Hengst mit Kunststücken in der Show auftreten. Auch Lamas sind am Donnerstag Teil der Show in Ganderkesee, teilt der Zirkusdirektor mit.

Familiäre Atmosphäre

Die Kinder dürfen übrigens gern auch als Indianer oder Cowboy verkleidet kommen, betont Miquel Frank. In der Pause dürfen die Tiere besucht, gestreichelt und gefüttert werden. Letztendlich sei der Zirkus Francalli weniger ein klassischer Zirkus als eine Pferdeshow, bei der es nicht um streng dressierte Tiere und perfekte Darbietungen geht, sondern der Spaß im Vordergrund stehe, betont er im Gespräch.

Stephanie Meyer
Stephanie Meyer Redaktion Nordenham
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