Bürgermeister will ihr Mann in Ganderkesee werden – im Sammeln von Regierungserfahrung indes hat Elke Aschenbeck-Lange schon mal einen familieninternen Vorsprung. Die Frau des SPD-Bürgermeisterkandidaten Rainer Lange schwingt nämlich seit Sonntag als Kohlkönigin das Zepter bei den Ganderkeseer Sozialdemokraten. Als Mitregent steht ihr Werner Klaus zur Seite, der als Vorsitzender der SPD-Ortsgruppe Ganderkesee-Nord ebenfalls schon mit Führungsaufgaben vertraut ist. Als Zeichen ihrer Würde tragen sie nun ein Jahr den „Knochen“, mit dem der SPD-Ortsverein seit Jahren seine Kohl-Majestäten auszeichnet. Bis zum Abend baumelte das starke Stück noch um die Hälse von Hildburg Oetken und Horst Schnisa
. Sie hatten zuvor die Wanderung organisiert, die von Stenum über Rethorn – mit Stärkungs-Pause am Backhaus – nach Bookholzberg führte, wo im Gasthaus „Zum Bookholzberg“ der leckere Oldenburger Grünkohl serviert wurde.
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Seinen Kohlgang noch vor sich hat Marco Scherschanski. Der 33-jährige Ganderkeseer kann die Planung jetzt aber locker angehen, denn das nötige Equipment hat er schon: Scherschanski ist der Gewinner des Berentzen-Bollerwagens, den die NWZ verlost hat. Gestern holte er in der Redaktion seinen Gewinn ab – rechtzeitig vor der Kohltour mit Freunden, die am 18. Februar stattfinden soll. Ausreichend Verpflegung flüssiger Art ist garantiert, denn die Traditionsbrennerei Berentzen hat den Bollerwagen mit einer großen Auswahl an Korn-Varianten gefüllt. Für die „15 bis 20 Leute“, die Scherschanski mitnehmen will, sollte es allemal reichen. Und wenn der Vorrat verbraucht und die Kohltour absolviert ist, freut sich besonders Marcos Mutter Linda Scherschanski: Die hat nämlich auch schon Interesse an der Nutzung des
gummibereiften Wagens angemeldet.
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Kohl, Kohl, und nochmal Kohl: Eine ganz besondere Kohltour findet am kommenden Sonnabend in Bookholzberg statt: Zum 25. Mal treffen sich dort die ehemaligen Bewohner des Mehrfamilienhauses Am Geestrand 2, die mittlerweile über die ganze Republik verstreut leben. Mit geschmücktem Bollerwagen, Brezeln und Korn geht es auf Wanderschaft durch die alte Heimat, ehe die Familien in der Kühlinger Gaststätte „Zur Linde“ zum Kohlessen einkehren werden – genau dort, wo sie auch beim ersten Mal vor einem Vierteljahrhundert schon Kohl und Pinkel gesessen hatten.
