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Schreiben an Wildeshauser Ratsfraktionen Ehemaliger Ratsherr setzt sich für Tempo 20 in Zwischenbrücken ein

Aufnahme zur Mittagszeit: Die Radfahrer nutzen vor allem den Gehweg in Zwischenbrücken.

Aufnahme zur Mittagszeit: Die Radfahrer nutzen vor allem den Gehweg in Zwischenbrücken.

Verena Sieling

Wildeshausen - Um die Verkehrssituation in Zwischenbrücken zu entschärfen, hat die Wildeshauser Stadtverwaltung dort jüngst Schilder aufstellen lassen. Diese verbieten das Überholen von „einspurigen Fahrzeugen“, wie es heißt, beziehungsweise von Fahrrädern. Dennoch nutzen einige Radfahrerinnen und -fahrer den Gehweg oder sind auf der Fahrbahn auf der falschen Seite unterwegs, wie unsere Redaktion in den vergangenen Tagen beobachtet hat. Auf dem Gehweg sind Radfahrer zwar erlaubt – das aber nur, wenn sie die Schrittgeschwindigkeit einhalten.

„Situation unerträglich“

Auch Günter Meyer sieht diese Probleme in dem Nadelöhr in der innerstädtischen Verkehrsführung. Von 1986 bis 1991 war er Mitglied des Stadtrats und Vorsitzender des Umweltausschusses. Sowohl in Zwischenbrücken als auch in der folgenden Straße Huntetor habe sich eine Verkehrskultur entwickelt, „die gegenwärtig unerträglich ist“, schreibt Meyer – und wendet sich im Namen der Zwischenbrücker Bürger an die Ratsfraktionen in Wildeshausen.

Radfahrer und Elektroroller würden auch auf Gehwegen in die falsche Richtung mit hoher Geschwindigkeit, zum Teil auch nebeneinander fahren. „Bei Dunkelheit auch ohne Licht.“ Kraftfahrzeuge und Motorräder würden laut Messtafel 40 bis 50 Stundenkilometer fahren. Derzeit gilt dort Tempo 30. Meyer empfiehlt aber, die Geschwindigkeitsbegrenzung in Zwischenbrücken und auf der Straße Huntetor auf 20 km/h zu senken. Dies sollte auf der Fahrbahn gekennzeichnet werden. Gehwege sollten lediglich für Fußgänger da sein, zudem solle es Überquerungshilfen, versehen mit Streifen und Zacken, geben. „Bei 20 km/h erhalten Radfahrende mehr Sicherheit, Überholen ist dann nicht mehr möglich.“ Als Beispiele nennt Meyer Vechta und Bad Zwischenahn, dort würde es funktionieren.

Mehrere Unfälle

In Einmündungsbereichen käme es außerdem zu Unfällen. Problematisch seien in Zwischenbrücken die Einmündung Landskrone, die Parkplätze am Mühlendamm, zum Hannoverschen Hof sowie zum Hakemann Wäschedienst. An der Straße Huntetor seien es die Einmündungen Marschweg, der Parkplatz zum Rewe-Markt, zur Tankstelle sowie zum Backskamp. Hinzu kämen private Einmündungen.

Ein Blick auf den Unfallatlas des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass sich zwischen den Jahren 2017 und 2022 in Zwischenbrücken und auf der Straße Huntetor 15 Unfälle ereignet haben, in der Regel mit Leicht-, zweimal mit Schwerverletzten. Zum Großteil waren Pkw und Radfahrer beteiligt.

Verena Sieling
Verena Sieling Redaktion Wildeshausen
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