Oldenburg - Nach dem erfolgreichen Saisonstart am vergangenen Sonntag, als das packende Heimderby gegen den Bremer TC 5:4 gewonnen wurde, warten auf die Tennisspieler des Oldenburger TeV an diesem Wochenende zwei große Auswärtshürden. Beim ersten von drei Doppel-Spieltagen (der OTeV hat in der bis 7. August laufenden Saison wie alle Teams einmal spielfrei) geht es an diesem Freitag (13 Uhr) zum Tabellendritten von 2021, TP Versmold, ehe am Sonntag (11 Uhr) das Duell bei Vizemeister BW Aachen folgt.
Die Doppel-Stärke
„Da wird es schwer werden, etwas mitzunehmen. Aachen und Versmold sind noch einmal eine Nummer größer als Bremen“, betont OTeV-Spielertrainer Michel Dornbusch, hofft aber auf viele enge Duelle, die vielleicht über den zweiten Satz hinausgehen: „Man weiß ja nie. Gerade im Match-Tie-Break ist einiges möglich.“ Und „wenn es uns gelingt, zwei Einzel zu gewinnen, ist dank unserer Doppel-Stärke durchaus was drin.“
Der Erstliga-Plan
Im zwischen Osnabrück, Münster und Bielefeld gelegenen Versmold treffen die Oldenburger in ihrem ersten Auswärtsspiel auf einen Gegner, der vor einem Jahr den Aufstieg knapp verpasst hat und in dieser Saison einen neuen Anlauf in Richtung 1. Bundesliga nehmen will. Zum Start gab’s ebenfalls ein 5:4 beim LTTC RW Berlin. Internationale Topspieler werden durch aufstrebende deutsche Profis ergänzt. „Selbst wenn Versmold nur mit seinen deutschen Spielern auflaufen würde, wären sie gegen uns noch Favorit“, berichtet Dornbusch: „Ihr zweitbester Deutscher, der an Position neun stehende Louis Weßels, würde bei uns noch an Eins spielen.“
Der Versmold-Mix
Wer jetzt bei den Gastgebern auflaufen wird, entscheidet sich wohl kurzfristig, da anders als beim OTeV viele auf der Tour unterwegs sind. Kurzfristige Absagen, weil ein Spieler bei einem Turnier weiter gekommen ist als gedacht oder speziell in diesen Tagen Flüge kurzfristig ausfallen, sind nichts ungewöhnliches. „Das ist viel zusätzlicher Stress für die Verantwortlichen, den ich mir nicht unbedingt antun muss“, meint Dornbusch.
Der OTeV-Kader
Die Oldenburger setzen wieder auf den vor einer Woche bewährten Kader, als Dornbusch (31), Lasse Muscheites (26), Florian Barth (33), Alexander Meyer (26, nur Einzel) und Mattis Wetzel (32, nur Doppel) vom Franzosen Gleb Sakharov (34) und vom Briten Sam Findel-Hawkins (27) an den Positionen eins und zwei unterstützt wurden. „Beide sind zu unserem Glück nicht mehr so auf der Tour unterwegs, dass sie zwischen zwei Turnieren mal kurz einen Abstecher zu uns machen“, sagt Dornbusch.
Der Mut-Faktor
Während Sakharov zwar noch kleinere Turniere wie in Aurich, Wangerooge und derzeit in Genf spielt, hat Findel-Hawkins einen Job als Co-Trainer an einem US-College in Memphis und ist wie Wetzel in der englischen Liga aktiv. „Wir können fest mit ihnen planen“, betont Dornbusch. Dieser Faktor darf dem OTeV Mut machen gegen die Favoriten aus Nordrhein-Westfalen.
