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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Statistik: 3200 Oldenburger schwerstbehindert

14.03.2017

Oldenburg Fast jeder zehnte Oldenburger ist schwerbehindert, derer 14 836 – zumindest nach offiziell bekannten Zahlen – besitzen einen entsprechenden Ausweis. Tendenz steigend. Auch eine „Dunkelziffer“ ist sehr wahrscheinlich, aus gleich mehreren Gründen. Migräne, chronische Bronchitis oder Tinnitus: Derartige Erkrankungen könnten – je nach Intensität – eine Schwerbehinderung darstellen. Nur werden viele Leidtragende sich dessen kaum bewusst sein. Vielleicht wollen sie es so ja auch nicht benannt wissen und sehen von der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises ab – aus Angst vor negativen Auswirkungen aufs Arbeitsverhältnis, wie Monika Klumpe (Behindertenbeirat der Stadt) weiß. Erweiterte Urlaubsansprüche und Steuervergünstigungen könnten potenzielle Arbeitgeber abschrecken. Und: Betroffene sind schlechter kündbar.

Nicht zuletzt schauen die Versorgungsämter in jedem Erkrankungsfall ganz genau hin und erkennen einen entsprechenden Behinderungsgrad („GdB“) zu. Ab GdB 50 gelten Betroffene als schwerbehindert. Dieser Mindestgrad traf Ende 2015 – so die derzeit jüngsten Zahlen des statistischen Landesamtes (erst 2018 wird die Statistik aktualisiert) – auf rund 4700 Oldenburger zu. Schwerstbehindert mit 100 GdB waren mehr als 3200 Menschen.

Herzerkrankungen, Sehbehinderungen, psychische Traumata. Chronische Bronchitis, vielleicht. Ganz sicher aber der Verlust von Extremitäten oder ein künstlicher Darmausgang: Das Feld der Schwerbehinderungen ist vielfältig. Nicht immer lässt sich den Betroffenen gleich ansehen, dass und weshalb sie als schwerbehindert gelten und damit so genannte „Nachteilsausgleiche“, aber eben auch erhebliche Einschränkungen im Leben haben. Klar ist: Je älter die Menschen, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung. Die Zahl der Ü75er mit Schwerstbehinderung deckt sich nahezu mit der Zahl der U60er – hier werden jeweils rund 5000 Betroffene gezählt.

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Indes: Wer die Unterstützung des Behindertenbeirates benötigt, kann vorerst keine Sprechstunde besuchen. Diese wurde mangels Nutzung abgesetzt. „Die meisten Menschen rufen uns an“, so Klumpe zur NWZ. Es werde aber überlegt, unregelmäßige Sprechstunden an zentraleren Orten wieder einzuführen. Kontakt: Tel. 235-86 75.

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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