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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Ey Mann, wo is’ mein Auto?

24.12.2015

Oldenburg Es herrsche leider vielfach Willkür beim Parken, klagt die Weser-Ems Halle Oldenburg GmbH. „Auf gekennzeichnete Plätze für Notfälle oder behinderte Menschen nehmen viele Besucher keine Rücksicht“, schildert der zuständige Mitarbeiter Wilhelm Skyba das Problem. Für Besucher der Veranstaltungen und für Dauerparker sind die weitläufigen Parkflächen in Nähe zum Bahnhof attraktiv.

Um gegen Falschparker vorzugehen, hat die Stadt als Gesellschafterin der Weser-Ems-Halle ein Abschleppunternehmen aus der Wesermarsch mit Außenstelle in Oldenburg beauftragt. „Wir waren vor circa zwei Jahren in einer Notlage, da wir eine große Dreistigkeit der Falschparker erleben mussten. Die Stadt hat uns verpflichtet, Notausgänge und Parkmöglichkeiten für Behinderte frei zu halten“, berichtet Skyba. Der Abschleppdienst sollte die Lösung des Problems sein.

Viele Beschwerden

Doch aufgrund dieser „Lösung“ kam es auffällig oft zu Beschwerden. Immer wieder melden sich verärgerte Kunden. Einer der Vorwürfe: Die Preise, die das Unternehmen fordert, liegen um bis zu 100 Euro über den ortsüblichen Preisen von 150 Euro  für das Abschleppen eines Fahrzeugs, hieß es.

Das Unternehmen weist den Vorwurf zurück. Die Kosten für einen falschparkenden Kleinwagen liegen demnach bei 150 Euro . „250 Euro verlangen wir nur als Maximum für große Transporter“, erklärte ein Sprecher der NWZ . In den 150 Euro seien die Zuschläge für Nachtfahrten bereits enthalten. „Wir halten uns an die vorgegebenen Preise des Verbandes der Bergungs- und Abschleppunternehmen.“

Mitbewerber aus dem Raum Oldenburg klagen, durch die Preise, die an der Messe fürs Abschleppen berechnet würden, leide der Ruf der Branche. Laut Hallen-Mitarbeiter Skyba erledigt das beauftragte Unternehmen den Dienst dagegen zu vollster Zufriedenheit. „Natürlich haben wir schon Kundenbeschwerden gehört. Aber unser Hauptanliegen ist vor allem, die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Das geschieht notfalls durch Abschleppen.“ Zu den Preisen könne er keine Angaben machen, so Skyba. Dies sei „Sache des beauftragten Unternehmens“.

Das Hallen-Management profitiere nicht von den Einnahmen und nehme auch keinen Einfluss auf die Preisgestaltung.

Ein ehemaliger Mitarbeiter des beauftragten Abschleppunternehmens erhebt allerdings Vorwürfe gegenüber dem früheren Arbeitgeber. Pro Veranstaltung seien acht bis zehn Autos abgeschleppt und für einen falsch geparkten Kleinwagen 250 Euro berechnet worden.

„Ich hatte eine Arbeitsanweisung, die mir vorschrieb, mich bei Veranstaltungen in einer Seitenstraße aufzuhalten, damit ich nicht von der Straße aus gesehen werde. Sobald alle Autos geparkt waren, sollte ich auf das Gelände“, berichtet der Mann. Es gebe einen Vertrag zwischen der Halle und dem damaligen Arbeitgeber, „dass wir jederzeit auf das Gelände fahren können, um abzuschleppen“.

Suche nach dem Auto

Die Fahrzeuge werden den Besitzern gegen Zahlung der Abschleppgebühr ausgehändigt. Das ist laut Bundesgerichtshof möglich. Auf das „Pfandrecht“ auf dem Parkplatz weist auch das Hallen-Management hin.

Ein Falschparker, der für das Abschleppen seines Volvo im November nach eigenen Angaben 196 Euro  gezahlt hat, erzählt der NWZ : „Am meisten hat mich geärgert, dass nach der Veranstaltung mein Auto weg war und mir weder seitens des Veranstalters noch der Polizei gesagt werden konnte, wo es ist.“

Der verärgerte Autofahrer teilt seine Unzufriedenheit mit weiteren Besuchern. Er hat nach eigenen Angaben an diesem Abend mit sieben weiteren Autobesitzern nach den eigenen Fahrzeugen gesucht. Das Hallenmanagement teilt mit, der Abschleppdienst informiere die Polizei über abgeschleppte Fahrzeuge. „Ich hatte mein Auto erst am nächsten Abend zurück. So fehlten mir auch wichtige Unterlagen für einen Termin“, kritisiert der Betroffene, der mit dem Vorfall vor Gericht ziehen möchte.

Der von der Halle beauftragte Abschleppunternehmer bestätigt, dass es wiederholt zu Klagen aufgebrachter Autobesitzer komme. „Doch bis jetzt haben wir diese Prozesse alle gewonnen“.

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