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Prävention: Aktiv für das friedliche Miteinander

12.11.2014

Oldenburg Was können Religionen für eine Stadt tun? Das ist eine der zentralen Fragen, denen sich der „Arbeitskreis Religionen“ im Präventionsrat Oldenburg bereits seit 2011 widmet. Entstanden sei er, so berichtete Integrationsbeauftragte Dr. Ayça Polat, nach einer Fachtagung. Mehr als 15 Religionsgemeinschaften aus der Stadt sind darin im lebendigen Dialog miteinander. Während einer Pressekonferenz im jüdischen Gemeindehaus wurde am Dienstag das erste sichtbare Projekt vorgestellt: ein Kalender, in dem die in Oldenburg vertretenen Gemeinden vorgestellt werden.

Wie Rabbi Jona Simon aus- führte, sind Gebäude der Gemeinden und Vertreter der Glaubensrichtungen zu sehen. Simons Vater Albrecht lektorierte den Kalender ehrenamtlich, der im Isensee-Verlag erscheint und 5 Euro kostet.

Wie Religionswissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Heumann (Universität Oldenburg) erläuterte, sei das Ziel der Arbeitskreis-Mitglieder nicht die theologische Auseinandersetzung, sondern die Frage, wie vor dem Hintergrund weltweiter Konflikte die Religionen zu einem sozialen Miteinander in der Stadt beitragen können. Die evangelische Kreispfarrerin Ulrike Hoffmann erinnerte daran, dass sich der Arbeitskreis 2012 auch in Sachen Flüchtlingsunterbringung geäußert habe. „Es war uns wichtig, ein Signal zu geben.“ Im Papier des Arbeitskreises heißt es u. a. „In unseren Religionen und Kulturen sind Flucht und Vertreibung sowie die Aufnahme und der Schutz von Flüchtlingen und die Gastfreundschaft gegenüber Fremden tief verwurzelt.“

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Als Beispiel für Handlungsorientierung nannte Hossein Panahai (Bahá’i-Gemeinde) diese Stellungnahme. Religionsübergreifend organisieren die Gemeinden auch Flüchtlingsbetreuung und Sprachunterricht für die Flüchtlinge in Ofen und Kreyenbrück, wie u. a. Renate Pfaffenberger (Baptisten) und Ahmed Hazzaa (Islamischer Kulturverein, Maryam Moschee) berichteten. Unterstützt wird auch das Packen der Container, die die Jesiden für die Flüchtlinge in Syrien auf den Weg bringen. Auch der katholische Pfarrer Werner Bieberstein will dafür werben, dass Jugendliche dort mitpacken.

Der Erlös des Kalenders fließt in ein karitatives Projekt, wie Präventionsrats-Geschäftsführerin Melanie Blinzler berichtete. Ihres Wissens ist der Arbeitskreis einmalig in Deutschland in dieser handlungsorientierten Prägung.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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