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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Alte Weggefährten feiern Wiedersehen im Emsland

16.11.2013

Oldenburg Läuft alles wie geplant, ist die Führungsriege, die den VfB vor gut 21 Jahren fast in die 1. Bundesliga geführt hätte, beim TV-Spiel des Tabellenzweiten der Fußball-Regionalliga aus Oldenburg an diesem Montag (20.15 Uhr, Sport 1) beim aktuell fünftplatzierten SV Meppen wieder vereint. Mit Präsident Klaus Berster, Trainer Wolfgang Sidka und Manager Rudi Assauer hätte der Traditionsverein am 17. Mai 1992 an gleicher Stelle fast den Aufstieg aus der 2. Bundesliga Nord geschafft. Alle drei Verantwortlichen von damals wollen das aktuelle Spitzenspiel vor Ort verfolgen.

„Ich kann mich noch sehr gut an diesen Tag erinnern“, blickt Berster auf das 2:0 in Meppen zurück, das allerdings nicht zum Sprung in die höchste deutsche Spielklasse reichte, weil Bayer Uerdingen ein glückliches 0:0 beim FC St. Pauli erreichte und damit anstelle des VfB in die 1. Bundesliga aufstieg. „Wir standen unmittelbar vor einer echten Fußball-Sensation und waren verständlicherweise tief enttäuscht, als es nicht klappte. Wussten wir doch, dass eine solche Chance für den VfB nicht so schnell wiederkommt“, sagt der 77-Jährige und ergänzt: „Was sich ja leider bewahrheitet hat.“

Sollte es der gesundheitliche Zustand von Assauer zulassen, wird er nun am Montag neben Berster auf der Tribüne sitzen. Der jetzige VfB-Ehrenpräsident hat Assauer auch nach Bekanntwerden der Alzheimer-Erkrankung des 69-Jährigen im Januar 2012 wiederholt besucht. Dabei wurde bereits vor geraumer Zeit vereinbart, dass Assauer in Begleitung seiner Tochter Bettina auch einmal wieder in den Norden kommt. Die Absprache soll nun eingelöst werden, wenn es der gesundheitliche Zustand des einst so wortgewandten Managers erlaubt.

Aus dem Umfeld des früheren Schalke-Machers, der von 1990 bis 1993 als Manager beim VfB aktiv war, ist zu hören, dass er sich aufgrund seiner Erkrankung immer weniger erinnern kann. Erst jüngst äußerte der mit ihm befreundete Sportmoderator Werner Hansch (75): „Den Umständen seiner Krankheit entsprechend geht es ihm gut. Aber wer weiß schon genau, was Rudi noch alles mitbekommt. Das können nicht einmal seine Ärzte mit Sicherheit sagen.“ Diese hatten nach Rückfrage keine Einwände gegen die Reise nach Meppen.

Bei der Live-Übertragung fungiert Sidka als Co-Kommentator. Er war von 1989 bis 1992 Spielertrainer und dann bis 1993 Cheftrainer beim VfB. „Schade, dass es damals nicht mit dem Aufstieg geklappt hat. Nichtsdestotrotz war es eine tolle Saison und ein starkes Spiel zum Saisonende. Die Truppe hat super mitgezogen, ist aber leider nicht belohnt worden“, meint Sidka, der ohne Verein ist, seit sein Vertrag als Nationaltrainer des Irak 2011 nicht verlängert wurde.

Für Montag wünscht er der aktuellen VfB-Elf von Trainer Alexander Nouri („Er war in meiner Trainerzeit bei Werder mein Spieler, kam aber da nicht in der Bundesliga zum Einsatz.“) einen Sieg: „Ich drücke die Daumen, der VfB gehört meiner Meinung nach schon allein aufgrund der tollen Fans zumindest in die 3. Liga, wenn nicht sogar in die 2. Bundesliga.“

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