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Neubau in Oldenburger Innenstadt Zwei neue Geschäfte und acht Wohnungen in der Haarenstraße geplant

So soll es bald in der Haarenstraße aussehen: Zwischen Holert und Woyton entstehen zwei neue Häuser.

So soll es bald in der Haarenstraße aussehen: Zwischen Holert und Woyton entstehen zwei neue Häuser.

Angelis & Partner

Oldenburg - Eine Baustelle ist fertig, die andere beginnt: In die Haarenstraße wird nach dem weitgehenden Abschluss des Komplexes auf dem ehemaligen Carl Wilh. Meyer-Gelände direkt gegenüber weiter investiert und aufgewertet. Auf dem 565 Quadratmeter großen Grundstück in der Haarenstraße 54-55 plant das Architekturbüro Angelis & Partner für die Lumaris Deutschland GmbH (Bremen) ein Gebäude mit acht Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten von 1300 Quadratmeter Nettofläche. „Die Investition in die Innenstadt mit der Schaffung von attraktiven und zeitgemäßen Wohn- und Gewerbeflächen soll zur Belebung der Fußgängerzone beitragen und somit auch wieder verstärkt Einzelhandel anziehen“, sagt Iris Schäfer die zusammen mit dem Wildeshauser Unternehmer Gisbert Brinkschulte die Lumaris-Geschäftsführung hat.

Noch laufen die letzten Arbeiten am Abraham-Quartier, auf der Gegenseite aber auch schon die vorbereitenden Arbeiten für den Abriss, der im Laufe des Oktober beginnen soll.

Noch laufen die letzten Arbeiten am Abraham-Quartier, auf der Gegenseite aber auch schon die vorbereitenden Arbeiten für den Abriss, der im Laufe des Oktober beginnen soll.

Torsten von Reeken

Historische Aufteilung

Wegen des „sehr stark verbauten Zustandes“ und der „schlechten Bausubstanz“ der beiden Häuser, die der Familie Zierrath gehörten, hatten sich die Bauherren „nach sorgfältiger Untersuchung“ für Abriss und Neubau entschieden. Es ensteht ein dreigeschossiger Baukörpers plus Dachgeschoss.

Der Neubau soll gemäß der historischen Parzellenteilung entlang der Haarenstraße wieder wie früher in zwei giebelständige Häuserbreiten unterteilt werden. Der südöstliche Gebäudeteil werde dabei wegen der verspringenden Grenze nach vorne rücken, heißt es. Das entspreche der Gestaltungssatzung, berücksichtige „die ursprüngliche historische kleinteilige Gliederung“ und sorge dafür, „dass sich der Neubau in die Architektur der Innenstadt“ einfüge, so Alexis Angelis. Der Architekt sagt: „Das Tolle ist, dass wir mit der Investorin hier jemanden haben, der ein hochwertiges Objekt in die Haarenstraße bringt und mit dieser Art der Planung auch noch ein Stück Stadtreparatur an dieser Stelle betreibt.“

Im Erdgeschoss sind zwei Gewerbeeinheiten geplant, die von der Haarenstraße aus barrierefrei zu erreichen sein werden. Die Einheiten sollen getrennt genutzt oder zu einer Einheit zusammengeschlossen werden können.

Bauzeit bis März 2025

In den drei Obergeschossen sind acht Wohnungen mit jeweils drei Zimmern und einer Fläche von 86 bis 113 Quadratmetern geplant. Alle Wohnungen sollen barrierefrei gebaut werden, eine auch rollstuhlgerecht. Sechs der acht Wohnungen sollen eigene Terrasse oder Balkon erhalten, plus gemeinschaftliche Dachterrasse für alle im 2. Obergeschoss. Der Innenhof soll für Müll, Wärmepumpe und Fahrräder genutzt werden.

Mit dem Abbruch ist das Oldenburger Bauunternehmen Kruel beauftragt worden. Bei der Aufnahme der bestehenden Sohle wird eine Archäologin hinzugezogen. Die Abbrucharbeiten haben im Inneren des Gebäudes bereits begonnen. Die Bauzeit ist bis März 2025 vorgesehen.

Zierrath und mohr

Früher waren an dem Standort Zierrath und Sport Mohr, später Jack Wolfskin, Biwak City und das Brautmoden-Studio „Trau Dich“. Den vorübergehenden Leerstand konnten Bina Wirth und Florian Schön als Gewinner eines Gründungswettbewerbs der Stadt mit „claus + claus“ (Möbel fürs Büro) und Sina Longman mit „Eco Zeena“ (nachhaltige Kosmetik- und Haushaltsprodukte) nutzen.

1909 hatte der Kaufmann Richard Zierrath das Weißwarengeschäft von August Bruhn in der Haarenstraße 54 übernommen. Als es zu klein wurde, kam das Nachbarhaus Haarenstraße 55 von Bäckermeister Ludwig Harms dazu, der in die untere Haarenstraße umzog (heute „Die Form“-Damenmode von Ulla Sklorz). Anfang der 30er-Jahre wurden beide Häuser zusammengeführt.

Nach dem Tod des Gründers führten dessen Kinder und Schwiegersohn das Textilgeschäft weiter. 1976 wurde daraus „Zierrath – Betten und Wäsche“. Im Nebenhaus befand sich von 1976 bis 2004 das Sporthaus Mohr.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg
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