Oldenburg - Die Zahl der Arbeitslosen in Oldenburg liegt mit 6656 Menschen ohne Arbeit bei 6,7 Prozent. Im Februar vor einem Jahr waren es noch 6,3 Prozent. Den größten Teil der verschiedenen Arbeitslosen-Gruppen machen die Langzeitarbeitslosen aus (32,4 Prozent) – das sind Menschen in der Stadt, die mindestens ein Jahr ohne Arbeit sind. Ihre Zahl ist seit Februar 2023 um 12,2 Prozent (235 Menschen) auf 2159 Menschen gestiegen.
Mehr Langzeitarbeitslose
Der Oldenburger Arbeitsagentur-Chef Dr. Thorsten Müller sieht in dem Anstieg wesentlich den Wechsel von Ukrainern, die jetzt mehr als ein Jahr in der Stadt sind, und weiteren Zugewanderten in die Langzeitarbeitslosigkeit. Müller verbindet das mit dem Aufruf an Migranten, die ihren Sprachkurs absolviert haben, jetzt in den Beruf zu starten. Gleichzeitig rief er die Betriebe dazu auf, sich auch für solche Bewerber zu öffnen, die sprachlich noch zulegen müssten. Auch im Betrieb bei der Arbeit und im Kollegenkreis seien noch enorme Fortschritte in der Verbesserung der Deutschkenntnisse zu erwarten.
Der Bund hat wegen der Zuspitzung in diesem Bereich das Projekt „Integration durch Arbeit“ ausgerufen, den sogenannten „Jobturbo“. Müller sagte: „Wir formulieren konkret und deutlich unsere Erwartung, nach Ende der Sprachkurse in die Arbeit zu gehen und selbst für den Lebensunterhalt zu sorgen.“ An die Arbeitgeber appellierte er, „sich dafür zu öffnen und entsprechend einzustellen, auch wenn die Sprachkenntnisse noch nicht so gut sind“. Parallel würde als neues Instrument begleitend berufsspezifische Sprachkurse angeboten. Der Teil der Ausländer unter den Arbeitslosen in der Stadt liegt bei 31,3 Prozent. Er ist seit vergangenem Februar um 12,9 Prozent gestiegen.
2045 freie Stellen
Die Agentur für Arbeit bietet in der Stadt Oldenburg aktuell 2045 freie Stellen an. Im Februar sind 495 neue Stellen hinzugekommen – ein paar neue Stellen weniger als im Januar. Müller sieht hier den Einfluss „einer schwächelnden Konjunktur“ auf einen allerdings immer noch „robusten Arbeitsmarkt“.
Insgesamt kümmern sich Arbeitsagentur und Jobcenter hier nicht nur um die 6656 Menschen ohne Arbeit, die sich sofort bewerben können, sondern auch um jene, die noch in grundlegendsten Qualifizierungen stecken, bevor sie sich bewerben können. Damit summiert sich die Zahl der Arbeitslosen auf 9400 Menschen in der Stadt (Quote von 9,3 Prozent).
Leistungsbezieher
Die Zahl der Bezieher staatlicher Leistungen liegt für das „Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit“ bei 1912, bei „erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“ bei 11.652, bei „nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“ bei 4095 und bei „Bedarfsgemeinschaften“ bei 8637.
