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Möglicher Neubau in Oldenburg Auch Sportausschuss lässt Stadion-Vorschlag ohne Abstimmung passieren

Hier soll das Fußball-Stadion an der Maastrichter Straße gebaut werden.

Hier soll das Fußball-Stadion an der Maastrichter Straße gebaut werden.

Torsten von Reeken

Oldenburg - Die erste offizielle Abstimmung zum Stadion-Grundsatzbeschluss lässt weiter auf sich warten: Der Sportausschuss hat am Mittwochabend den Beschlussvorschlag der Stadt (wie zuvor schon der Finanz- und Wirtschaftsförderausschuss) ohne Abstimmung als behandelt durchgewunken. Hintergrund sind Änderungsanträge der Grünen, die noch in den Fraktionen beraten werden wollen. Die Vorlage wandert nun weiter durch den Bau- und den Verwaltungsausschuss sowie am 27. Februar abschließend in den Rat.

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Vorab hatte die SPD-Fraktion nach ihren abschließenden Beratungen am Dienstagabend ihre generelle Zustimmung verkündet. Elf ihrer Ratsmitglieder sind dafür, vier dagegen: Das war das Ergebnis der Fraktionssitzung. Da sich bisher lediglich Piraten-Ratsherr Andreas Sander und die Grünen-Fraktion gegen den Verwaltungsentwurf positioniert haben, sollte der Grundsatzbeschluss in der Ratssitzung am 27. Februar eine Mehrheit finden.

Im Rat haben die Grünen 16 Sitze, dazu kommt die Piraten-Partei auf der Contra-Seite. Mit CDU, SPD, FDP/Volt, Linken und AfD sowie Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sind 34 Stimmen auf der Pro-Seite zu erwarten, sofern sich alle an die Fraktionsdisziplin halten.

Der Grundsatzbeschluss schiebt zunächst nur die weitere Planung an. Die endgültige Entscheidung über einen Neubau soll voraussichtlich im Oktober fallen.

Neubau erforderlich

Aus Sicht der SPD-Fraktion habe die Stadtverwaltung sehr nachvollziehbar dargelegt, dass das Marschwegstadion aus rechtlichen, verkehrlichen und sicherheitstechnischen Gründen nicht für den Profifußball hergerichtet werden kann. „Dies bedingt einen Neubau, wenn in Oldenburg künftig Profifußball möglich sein soll“, teilte die SPD-Fraktion mit.

„Die soziale und gesellschaftliche Bedeutung von Fußball, aber auch Gründe des Standortmarketings sprechen für einen Neubau“, so Fraktionsvorsitzender Ulf Prange. Er weist zugleich darauf hin, dass die SPD-Fraktion sich die Entscheidung angesichts der nicht unerheblichen dauerhaften Belastung des städtischen Haushalts nicht leicht gemacht habe. Man habe die Erwartung, dass die Kosten im weiteren Verfahren konkretisiert und belastbarere Zahlen vorgelegt werden.

Verkehrskonzept

„Um die verkehrliche Belastung gering zu halten, fordern wir ein Verkehrskonzept, erwarten zudem die Einhaltung hoher ökologischer Standards und streben beim Betrieb des Stadions bilanzielle Klimaneutralität an. Schließlich legen wir Wert darauf, dass im Rahmen eines Nutzungskonzepts die Integration weiterer Nutzungen in den Stadion-Neubau geprüft wird“, beschreibt Nicole Piechotta, SPD-Vorsitzende und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, die Erwartungen der Oldenburger Sozialdemokraten an die Verwaltung.

„Nach wie vor und aktueller denn je, ein neues Stadion für Oldenburg und den VfB“ stand bei der Fan-Choreografie auf ein großes Banner geschrieben. Mit weiteren Sprechblasen zählten die Anhänger Pro-Argumente auf.

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Hoher Stellenwert

Prange verwies in einem Gespräch mit unserer Redaktion auf den hohen gesellschaftlichen Stellenwert, den der Fußball genieße. „Der Fußballsport bringt die Menschen zusammen und hat von allen in Deutschland betriebenen Sportarten die größte Strahlkraft. Für Oldenburg ist eine Profimannschaft eine gute Werbung“, so Prange weiter. Das Stadion, das das Unterhaltungs- und Freizeitangebot in der Stadt deutlich erweitere, werde zudem nicht für den VfB Oldenburg gebaut, sondern für die Bürgerinnen und Bürger Oldenburgs.

Christoph Baak, Vorsitzender der CDU-Fraktion, will in der Sitzung des Stadtrats am Montag, 27. Februar, eine namentliche Abstimmung beantragen.

So könnte es aussehen. Über ein neues Stadion wird in Oldenburg schon lange diskutiert.

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