Oldenburg - Kilometerlange Staus auf der Autobahn, Verkehrsgetümmel auf der Hundsmühler Straße und Hauptstraße (da in beide Richtungen), verwirrte Autofahrer auf der Ofener Straße, die eigentlich auf die Autobahn Richtung Dreieck West bzw. Wilhelmshaven/Emden/Leer auffahren wollen und vor einer Absperrbake stranden: Für den Fernverkehr Richtung Ammerland und vor allem für den innerörtlichen Verkehr im Stadtwesten sind die Bauarbeiten auf der A 28 eine Herausforderung.
Auf eine Spur
Das Szenario: Der Verkehr von der Auffahrt Eversten (auch quasi die Verlängerung der Bundesstraße 401 Richtung Brake und Wilhelmshaven) drängt von der Auffahrspur nach links auf den Hauptfahrstreifen. Auf den wollen ebenfalls die Autofahrer vom Überholfahrstreifen wechseln, weil der Verkehr an der wenige hundert Meter entfernt befindlichen Baustelle dann einspurig vorbeigeleitet wird.
Sind die Arbeiten auf dem Überholfahrstreifen abgeschlossen, kommen ab diesen Freitag der Hauptfahrstreifen und Beschleunigungsstreifen der A 28 zwischen der weiterhin gesperrten Anschlussstelle Haarentor und dem Autobahndreieck Oldenburg-West an die Reihe – mit noch weitreichenderen Folgen. Denn: Im Autobahndreieck West ist eine Weiterfahrt Richtung Emden/Leer nicht möglich. Der Verkehr wird halbseitig an der Baustelle über den Überholfahrstreifen Richtung Norden vorbeigeführt.
Die Folge: Die Auto- und Lkw-Fahrer, die Richtung Leer gelangen wollen, werden die Autobahn an der nicht gesperrten Abfahrt Haarentor verlassen und über die Ammerländer Heerstraße zur Auffahrt Wechloy fahren oder an der Alexanderstraße abfahren und unter der dortigen Autobahnbrücke verkehrswidrig wenden, um im Dreieck auf die A 28 Richtung Leer wieder aufzufahren – das hatten wir bereits vor einigen Wochen.
Die Arbeiten auf der A 28 und der A 293, die seit einigen Monaten laufen, sind zum jetzigen Zeitpunkt erforderlich, weil die Fahrbahnen zum Ende des Jahres deutlich höheren Belastungen ausgesetzt sein werden.
Der Verkehr wird erheblich zunehmen, weil die Arbeiten zum Abriss und zur Erneuerung der Brücke über die Hunte im Verlauf der A 29 beginnen. Das wird auf dieser Strecke zu erheblichen Verkehrsproblemen verbunden mit langen Staus führen.
Richtung Wilhelmshaven/Brake und umgekehrt wird sich der Verkehr deshalb seinen Weg über die Südumgehung (A 293/A 28) suchen.
Doch damit nicht genug: Am Donnerstag, 21. September, wenn die Arbeiten Richtung Nord abgeschlossen sind, kommt die Gegenrichtung an die Reihe – mit noch gravierenden Maßnahmen. Im Lauf des Tages wird die A 28 im Dreieck Oldenburg-West bis zur Anschlussstelle Eversten in Fahrtrichtung Bremen voll gesperrt. Betroffen sind die Aus- und Auffahrt Haarentor sowie die Ausfahrt Eversten. Die Auffahrt in Eversten in Fahrtrichtung Bremen bleibt offen.
Richtung Wechloy
Der Verkehr von der A 293 aus Brake kommend wird am Dreieck Oldenburg-West auf die A 28 Richtung Emden/Leer geleitet, muss in Wechloy abfahren, unter der Autobahnbrücke hindurch zur Auffahrt und kann dann Richtung Dreieck West die Fahrt fortsetzen. Da wie erwähnt die Weiterfahrt im Dreieck West Richtung Bremen nicht möglich ist, muss der Weg – wie für alle aus Richtung Leer kommenden Verkehrsteilnehmer auch – über die A 293 und das Kreuz Nord fortgesetzt werden.
Achtung: Auch eine Fahrt über die Ammerländer Heerstraße zur Anschlussstelle Haarentor macht keinen Sinn, weil dort die Auffahrt Richtung Bremen nicht möglich ist. Die Umleitungen sind laut Björn Buske von der Autobahn GmbH des Bundes ausgeschildert und sollten unbedingt beachtet werden – auch wenn der Umweg weit ist. Zudem gibt es Warntafeln an den Straßen. Die Vollsperrung wird vor Beginn des Oldenburger Kramermarktes am Donnerstag, 28. September, im Lauf des Tages wieder aufgehoben.
Letzte Ferienwoche
Anschließend geht es weiter mit den Arbeiten: Voraussichtlich in der letzten Ferienwoche Ende Oktober wird laut Buske eine Vollsperrung der A 293 in Fahrtrichtung Bremen zwischen Nadorst und dem Dreieck Oldenburg-West eingerichtet. Die Auffahrt Nadorst, die Auf- und Abfahrt Bürgerfelde sowie die Auffahrt auf die A 28 im Dreieck Oldenburg-West in Richtung Emden/Leer wird in dieser Zeit gesperrt. Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Nadorst von der Autobahn abgeleitet.
Der endgültige Termin dieses Bauabschnitts wird, so Buske, noch abschließend bekanntgegeben, die Sperrung wird voraussichtlich fünf oder sechs Tage dauern.
