Oldenburg - Die Oldenburger Jungautorin Laura S. Kunze entführt ihre Leserinnen und Leser auch im vierten und finalen Band ihrer Buchreihe „Gebrüder der Bernsteinkette“ in eine magische Welt von Drachen, Elfen und Zauberei. Das Buch ist am Freitag, 13. Oktober, erschienen und bildet den Abschluss der Fantasy-Reihe, an der Laura Kunze seit ihrem 13. Lebensjahr arbeitet.
Im Fokus der Geschichte steht die Hauptfigur Lillian, die eines Tages aus ihrer gewohnten Umgebung entrissen und in eine magische Welt gebracht wird. Die Protagonistin entdeckt dort an der Wirofire Akademie ihre Zauberkraft und lernt, diese zu beherrschen. Die magischen Fähigkeiten in diesem Universum beruhen auf den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft – sowie einem weiteren Element, das sich die Autorin ausgedacht hat. Was genau das ist, möchte sie nicht verraten.
„High Fantasy“
Die „Gebrüder der Bernsteinkette“ sind sogenannte „High Fantasy“-Romane, das bedeutet, dass die Geschichte in einer Fantasiewelt spielt, die Laura Kunze sich von Grund auf selbst ausgedacht hat.
Das sei anfangs die größte Aufgabe gewesen, so die Autorin: „Ich habe die ersten Entwürfe immer wieder in den Müll geworfen.“ Doch nach und nach habe sich die Welt zusammengefügt: „Dann war es wie ein Puzzle. Auf einmal hat alles Sinn ergeben“, sagt sie.
Danach ging es an Feinschliff und Details. Als die Umgebung der Geschichte gesetzt war, begann die zugezogene Oldenburgerin mit der Charaktererstellung. So entstanden die beiden Hauptakteure Lillian und Lucian. Im Gegensatz zu Lillian ist Lucian in der magischen Parallelwelt aufgewachsen und hilft ihr, sich dort zurechtzufinden. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Bernsteinkette, die der Reihe ihren Namen verleiht.
Bevor Laura Kunze also mit dem Schreiben begann, war eine Menge Vorarbeit notwendig. „Ich war 16, als der erste Teil grob fertig war“, sagt sie. Bis das Buch dann aber in den Verkauf ging, verstrich noch einige Zeit. Der erste Band erschien im Selbstverlag im Sommer 2021, der zweite Teil folgte ziemlich genau ein Jahr später.
Die Fortsetzung sei ihr einfacher von der Hand gegangen, so die Jungautorin – durch die Schreiberfahrung und das Wissen, wie ihre erfundene Welt funktionieren soll. „Darüber musste ich dann gar nicht mehr nachdenken“, sagt Laura Kunze. Aber auch ihr Schreibstil habe sich durch die Vorerfahrung drastisch geändert – einen großen Einfluss habe darauf ihre Lektorin Kathrin Weißböck gehabt.
Eigentlich sollte dann der Abschluss folgen, aber „das Finale hatte dann 800 Seiten“, erinnert sich Laura Kunze. Die Idee einer Trilogie verwarf die 23-Jährige und teilte das Finale in zwei Bände auf, die im August 2023 und nun im Oktober erschienen sind.
Schreiben und Studium
Damit hat sie innerhalb von drei Jahren vier Bücher veröffentlicht, gleichzeitig einen Bachelor-Abschluss in Umweltwissenschaften gemacht und nun ihren Master an der Oldenburger Universität begonnen.
Den großen Aufwand, Studium, einen Nebenjob und Schreiben in Einklang zu bringen, bewältigt sie mit Finesse. „Wenn ich an einem Projekt schreibe, passe ich meine Lern- und Arbeitszeiten an. Man muss es aber schon lieben, um sich da anpassen zu können“, sagt sie.
Das Ende ihrer ersten Buchreihe (die es als E-Book sowie im Buchhandel als Taschenbuch gibt) ist aber auch direkt der Anfang von etwas Neuem: Laura Kunze schreibt schon an ihrem nächsten Roman.
Darin will sie aber andere Töne anschlagen: „Es wird dunkler, düsterer und diesmal in einer magischen Metropole spielen“, gibt sie einen kleinen Vorgeschmack.
