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Größere Halle öffentlich gefordert Das war die Rolle der Baskets beim Bau der Arena

Rückblick: Im Jahr 2009 wurden die EWE Baskets Deutscher Meister und forderten öffentlich den Bau einer großen Arena.

Rückblick: Im Jahr 2009 wurden die EWE Baskets Deutscher Meister und forderten öffentlich den Bau einer großen Arena.

Ausriss Ulf Middendorf

Oldenburg - Die Stadt verfügt mit den Baskets, den VfL-Damen und seit dieser Saison zum ersten Mal seit 25 Jahren mit dem VfB Oldenburg über drei Clubs, die in den Profiligen ihrer jeweiligen Sportarten vertreten sind. Als Oberzentrum steht Oldenburg das gut zu Gesicht. Doch während die Handballerinnen und die Basketballer über Arenen verfügen, die für Spiele unter professionellen Bedingungen die Standards erfüllen, ist das Marschwegstadion für die Fußballer auf dem technischen Stand und seiner Infrastruktur in den 90er Jahren stehengeblieben. Flutlicht und Rasenheizung fehlen beispielsweise.

Fußball vernachlässigt

Die Fußballer fühlen sich vernachlässigt. Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller wies in der Samstag-Ausgabe der NWZ allerdings die Formulierung zurück, die Arena sei vor allem für die Basketballer gebaut worden. Schüller: „Die große EWE Arena wurde gebaut, weil die damalige Halleninfrastruktur der Weser-Ems Hallen modernisiert werden musste. Die Entscheidung des Clubs, als einer der Mieter die Große EWE Arena für Heimspiele zu nutzen, erfolgte erst, nachdem die Arena gebaut bzw. kurz bevor diese fertiggestellt wurde.“

Ein Blick ins Archiv der NWZ gibt Aufschluss, warum möglicherweise ein aus Sicht Schüllers falscher Eindruck in der Öffentlichkeit entstanden sein könnte. Im Jahr 2009 berichtete die NWZ unter der Überschrift „EWE Baskets fordern größere Halle“. In der Folge wurde die große EWE Arena gebaut und 2013 eröffnet. 2019 hieß es: „Baskets-Chef drängt auf größere Halle“ – dieser Wunsch wurde allerdings nicht erfüllt.

Bereits ein Jahr nach der Eröffnung musste für die neue große Halle nachgelegt werden. Die Basketballer hatten von der Liga zusätzliche Auflagen bekommen. Für 45 000 Euro wurde eine moderne Anzeigetafel gekauft. Die damalige Finanz- und Hallendezernentin Silke Meyn hatte kein Problem damit: „Wir vermieten den Baskets die Halle, und dann müssen wir auch für die entsprechenden Standards sorgen“, sagte sie zur NWZ. Die Baskets zahlten Miete und könnten erwarten, dass die Arena ihren Zwecken entsprechend hergerichtet werde. 

2013 Halle eröffnet

Das Budget werde nicht erhöht. Die Sache ging schnell über die Bühne. Die Baskets waren hocherfreut. „Wir sehen diese schnelle Entscheidung auch als ein Dankeschön für unsere Initiative, dass die EWE-Arena so schnell gebaut werden konnte“, meinte ihr Geschäftsführer Hermann Schüller.

Abendsportfest mit verschiedenen Disziplinen im Marschweg-Stadion: Für den Fußballsport   ist das Stadion weniger geeignet, es erfüllt   die Anforderungen nicht.

STADIONDEBATTE IN OLDENBURG Neid und Missgunst fehl am Platz

Der ehemalige Chef der Weser-Ems-Halle, Jan Wartemann, erklärte am Montag auf Nachfrage, dass die kleine Arena auf Wunsch der Basketballer mit dem Geld der Stadt und von Sponsoren gebaut wurde. Ausbaupläne wurden verworfen und so zogen die Baskets in die Große Arena, die tatsächlich als Ersatz für die Messehalle geplant war. Der Bau erfolgte über die Weser Ems Hallen GmbH & Co KG, die aktuell mit vier Millionen Euro jährlich von der Stadt bezuschusst wird.

„Die große Arena wurde von Anfang an als Multifunktionshalle geplant, für Konzerte, Reitsportveranstaltungen und Basketball wie Handball Bundesliga. Die Finanzierung erfolgte über den Wirtschaftsplan der WEH“, ergänzte SPD-Ratsherr Bernd Ellberg, der als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung viel Zeit in die Planung investiert hatte.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg
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