Oldenburg - Bis 2035 soll Oldenburg klimaneutral werden. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssen die CO 2 -Emissionen reduziert werden. Und hierbei kommt eine Förderung der Stadt für Altbauten ins Spiel: Zwar können Bürgerinnen und Bürger diese bereits seit einigen Jahren beantragen – neu ist jedoch die Bezuschussung der Umstellung von Heiz- und Wärmesystemen hin zu Wärmepumpen, Solarthermie-Kollektoren oder Biomasseanlagen. Auch der Einbau neuer Heizkörper in Verbindung mit dem Austausch der Heizungsanlage wird gefördert, teilt die Stadtverwaltung mit. Diese Änderung des Förderprogramms hat der Rat im März beschlossen.

Teil der neuen Oldenburger Altbau-Richtlinie sind weiter die bereits bestehenden Zuschüsse für die energetische Verbesserung von Außenwänden, Dachschrägen im beheizten Dachgeschoss, obersten Geschossdecken zum nicht ausgebauten Dachraum, Flachdächern, Kellerdecken oder Kriechkellerdecken, Fußböden zum Erdreich, Fenstern und Haustüren sowie Dachflächenfenster und Oberlichter. Geld gibt es auch für den hydraulischer Abgleich und die Thermografie sowie die Lüftungsanlage.

Jede einzelne bauliche Maßnahme zur Verbesserung der Energieeffizienz wird mit fünf Prozent der Rechnungssumme bezuschusst. Sofern nachgewiesen wird, dass der verarbeitete Dämmstoff der Maßnahme das Zertifikat „Blauer Engel“ trägt, wird die jeweilige Sanierungsmaßnahme mit weiteren fünf Prozent gefördert. Und: Wenn mehr als eine Sanierungsmaßnahme durchgeführt wird, erhöht sich die Gesamtfördersumme um nochmals fünf Prozent, so die Stadt weiter. Bei einer Vollsanierung zum Effizienzhaus gibt es zudem noch eine Bonusförderung bis 3500 Euro.

Besonders viel CO 2 entsteht durch die Wärmeversorgung von Gebäuden, die in einem Privathaushalt 70 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs ausmacht. Das Problem: Je schlechter Häuser gedämmt sind und je älter die Heiztechnik ist, desto höher ist der Heizbedarf. Bundesweit sind Öl- und Gasheizungen die gängigen Heizsysteme. Diese fossilen Brennstoffe sorgen für einen immensen CO 2 -Ausstoß. Höchste Zeit also, die Wärmewende einzuläuten.

Weitere Informationen gibt es online auf www.oldenburg.de unter dem Suchwort „energetische Altbausanierung“. Bei Fragen steht Armin Bertram von 8 bis 12 Uhr telefonisch unter 235-3605 und per E-Mail an klima@stadt-oldenburg.de zur Verfügung.