Oldenburg - Der noch bis diesen Donnerstag gesperrte Bahnübergang Alexanderstraße sorgt in mehreren umliegenden Straßen für Probleme. Der eigentlich für den Durchfahrtsverkehr gesperrte Bahnweg wird gerne, wie berichtet, als Schleichweg benutzt. Doch auch in der Feldstraße gibt es Probleme, die auch noch länger anhalten werden. Denn die Höhenbeschränkung von 3,50 Meter an der im Bau befindlichen Eisenbahnbrücke gilt auch nach Wiedereröffnung des Übergangs.
Die Feldstraße ist nicht ausgebaut und relativ schmal. Radfahrer müssen hier die Fahrbahn benutzen. Weil die Straße nicht für diese Art von Verkehr geeignet ist, gibt es ein Lkw-Verbot. Doch das wird derzeit viele Male am Tag ignoriert, wie Anwohner Norbert Winkler berichtet. „Viele übersehen oder ignorieren das Hinweisschild an der Alexanderstraße oder achten nur auf ihr Navi“, schildert er seinen Eindruck. Von der Alexanderstraße aus ist nämlich die Einfahrt in die Bürgerfelder Straße (wo es auch zur Feuerwehr geht) für Lastwagen noch erlaubt. Es gibt ein Hinweis-Schild auf das Lkw-Verbot in 400 Metern.
Wendeversuche
Am Übergang zur Feldstraße greift dann das Verbot. Das Hinweisschild wurde zuletzt allerdings durch ein Baustellenschild ziemlich verdeckt. „Manche Lkw-Fahrer versuchen dann, dort zu wenden, aber das ist dort natürlich kaum möglich und sie fahren durch die Feldstraße weiter.“ Allein am Morgen, bevor er zur Arbeit fährt, kann Winkler nach eigenen Angaben mindestens zehn Lastwagen in der Stunde hören. „Und viele fahren mit einem Affenzahn.“ In der Straße gilt Tempo 30. Winkler wünscht sich daher, dass das Lkw-Verbot bereits an der Alexanderstraße deutlicher signalisiert wird. Auch Kontrollen des Lkw-Verbots und der Geschwindigkeit mahnt der Anwohner an.
Der Bahnweg ist für den Durchfahrtsverkehr mit Kfz gesperrt, es gilt „Anlieger frei“. Trotz Schild und Absperrbake wird die schmale Straße von vielen Autofahrern als Schleichweg genutzt, um die offizielle Umleitung aufgrund der Sperrung der Alexanderstraße zu meiden. Diesen Eindruck von Anwohnern bestätigt nun auch die Polizei.
Bei einer Kontrolle Ende vergangener Woche hat die Polizei in einer Stunde rund 25 Verstöße festgestellt, die jeweils mit einem Verwarngeld von 50 Euro geahndet wurden. Die Polizei kündigte an, den Bereich bis zur Aufhebung der Sperrung des Bahnübergangs weiterhin im Blick zu behalten und Kontrollen durchzuführen.
Der Polizei sei das Problem bislang nicht bekannt, hieß es zum Zeitpunkt unserer Anfrage. Man werde es aber an die zuständigen Kollegen weitergeben. Die Stadt verweist neben den erwähnten Schildern auf eine zusätzlich aufgestellte Beschilderung vor der Einmündung Bürgerfelder Straße „Diese Verkehrszeichen sind an beiden Stellen auch ausreichend groß und gut zu erkennen.“ Zudem werde der Lkw-Verkehr durch weiträumig aufgestellte Hinweistafeln frühzeitig umgeleitet.
Die gesamte Beschilderung werde leider immer wieder mutwillig verschoben oder ganz entfernt, heißt es weiter. Im Rahmen der täglichen Kontrollfahrten würden die Absperrungen oder Schilder dann wieder von der zuständigen Verkehrssicherungsfirma nachgebessert. Da die Verbote jedoch auch immer wieder missachtet würden, gebe es ergänzend dazu Kontrollen.
Nicht auffällig
Im Übrigen sei im Nahbereich der Feldstraße zuletzt am 19. September eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt worden. Im Vergleich zu anderen Messpunkten im Stadtgebiet sei keine erhöhte Anzahl an Tempoverstößen festgestellt worden. Weitere Messungen seien angedacht. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten sei es jedoch nicht möglich, auf der gesamten Länge der Feldstraße zu messen, weshalb die Aktivitäten auf die Bürgerfelder Straße ausgeweitet worden seien.
