Als direkt Betroffene der tollen Idee der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien, den eigenen Kirchturm als Leinwand und Projektionsfläche zu nutzen, möchte ich folgendes anmerken.
Wir als direkt betroffene Anwohner fühlen uns durch die Projektion enorm eingeschränkt und gestört. Die genannte Projektion spiegelt sich in einem großen Bereich vom Kirchturm wider und erhellt das ganze Umfeld. Das von Ihnen veröffentlichte Bild ist dabei von der Kirche geschickt ausgewählt, hat es doch einen dunklen Hintergrund, der eben nicht spiegelt. Insgesamt umfasst die momentane Installation drei Bilder. Das bedeutet, dass das reflektierte Licht, das auch in unsere Wohnung trifft, längere Zeit „an“ und dann wieder „aus“ ist. Vorgarten und Balkon haben jetzt die Atmosphäre eines Autokinos und sind am Abend nicht mehr von uns nutzbar.
(...) Übrigens wird der Laserprojektor erst um 23 Uhr abgeschaltet. Die Friesenstraße ist ein Wohnquartier und wir (...) sind Nachbarn. Gegenseitige Rücksichtnahme wäre angebracht auch von der Kirche. Und wer bitteschön ist in der Friesenstraße noch nach 20 Uhr unterwegs, höchstens eine Handvoll Menschen. Diese Aktion ist also völlig sinnlos, sie erreicht so gut wie niemanden, stört aber im Wohnumfeld gewaltig, übrigens auch den wenigen Auto- und Radverkehr, als Eingriff in den Straßenverkehr. Zudem ist es aus unserer Sicht fraglich, ob Passanten überhaupt die „Verkündigung des Glaubens“ (in dieser Form) erfahren wollen, wie Frau Maria Bösenberg zitiert wird. Uns erscheint diese Idee insgesamt als nicht gelungen und wenig durchdacht, mit enormen Auswirkungen auf die Nachbarschaft. (...)
