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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Besuch bei Namensvettern in Mississippi und Texas

27.07.2013

Oldenburg Die Stadt Oldenburg hat nicht nur Bedeutung für Niedersachsen– auch die USA kennt die Stadt. Allerdings auf dem eigenen Gebiet. Und auch eher als Dorf.

Neben der Stadt Oldenburg in Indiana, die bekannt für ihr „Freudenfest“ ist (NWZ  berichtete), haben auch Orte in anderen Bundesstaaten den Namen Oldenburg angenommen.

Der USA-begeisterte Oldenburger Peter Ostermann (70) fuhr 2011 durch die Vereinigten Staaten und nahm sich der Suche nach den Namensvettern der Stadt an. Fündig wurde er unter anderem in Mississippi und Texas.

Im 19. Jahrhundert waren viele Oldenburger in die Vereinigten Staaten ausgewandert und ließen sich in Gebieten nieder, die sie zu ihrer Heimat machten – und den Ort hier und da auch nach ihr benannt haben.

So gilt laut Ostermann Carl Adelbert Lehmann mit südoldenburgischen Wurzeln als Gründer des Ortes Oldenburg im Bundesstaat Mississippi. Dieser liegt im Franklin County und befindet sich im Südwesten Mississippis. Die Stadt bezeichnet Ostermann als „bessere Straßenkreuzung“, so klein ist der Ort.

Dort leben aber noch heute die Nachfahren des Gründers, der nach Aussage von Ostermann 1860 als Kapitän auf einem Schiff nach New Orleans kam und sich dann im Gebiet des heutigen Oldenburgs niederließ – und den Ort gründete.

Auch Texas war Ziel deutscher Einwanderer – und auch hier sind Spuren der Oldenburger erkennbar. Der Ort liegt im Fayette County, nicht weit entfernt von der texanischen Hauptstadt Austin.

Eine Tafel zeigt noch heute den historischen Ursprung des Orts. Mit Begründer Gus Steenken und August Heintze entstand Oldenburg 1885. Die Ortschaft im Bundesstaat Texas trägt ihren Namen mit Stolz. Es gibt einen typisch amerikanischen Saloon und eine Schule, die explizit mit dem Namen Oldenburg betitelt sind.

Vergleichbar sind die Ortschaften in Texas und Mississippi nicht mit der hiesigen 160 000-Menschen-Metropole. Dafür sind die Städtchen zu klein und haben heute nur noch sehr wenige Einwohner. Das texanische Oldenburg etwa zählte 2010 noch 30 Einheimische.

Spannend ist es dennoch, zu sehen, dass die ursprüngliche Heimat der Auswanderer auch in ihrem neuen Leben in den USA Raum gefunden hat und dass die amerikanischen Gebiete noch heute den Oldenburger Namen tragen.

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Austin | Tafel