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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Bürgerkrieg: 1400 Kinder wollen laufend helfen

31.08.2016

Oldenburg Mohammad Jan Ahmad ist in Sorge um Verwandte im nordsyrischen Kobanê. Der 15-Jährige ist vor zwei Jahren mit Teilen seiner Familie aus der Grenzstadt nach Deutschland geflohen und in Oldenburg gelandet. Im Herbst 2014 war die Stadt von der Kurden-Miliz YPG gegen Angriffe von Kämpfern des so genannten Islamischen Staates (IS) in einer heftigen Schlacht verteidigt worden. Seit dem Vormarsch der türkischen Armee sei die Lage nun wieder bedrohlich. „Es gibt derzeit nur zwei Stunden am Tag Strom. Die meisten Häuser sind immer noch kaputt“, weiß der Schüler durch Berichte aus seiner Heimat. Hilfe sei dringend nötig.

Einen Beitrag dazu wollen die Oberschule Eversten (OBS) und die IGS Helene Lange Schule (HLS) leisten. Sie veranstalten an diesem Donnerstag, 1. September, zum zweiten Mal einen gemeinsamen Spendenlauf für den Wiederaufbau von Schulen in Kobanê. Rund 1400 Schülerinnen und Schüler werden zwischen 9 und 13 Uhr im Eversten Holz ihre Runden drehen. „Bei uns macht diesmal auch die Oberstufe mit“, freut sich HLS-Lehrer Christian Katz mit den beiden Abiturientinnen Zilan Aca und Janine Köhler.

Seit Ende 2014 koordinieren die beiden „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ ihre Projekte im Bereich der Flüchtlingshilfe. Mit dem Schulprojekt „Jiyana nû – neues Leben“ unterstützen OBS und HLS seit dem vergangenen Jahr den Wiederaufbau in Kobanê.

Bei der Spendenlauf-Premiere im vergangenen Jahr waren 18  000 Euro zusammengekommen, die an die beiden Schulen „Mishtenur Kobanê“ und „Sehid Osman“ geflossen sind. „Wir hoffen auch diesmal auf einen ähnlich großen Erfolg“, sagt OBS-Lehrerin Birgit Zwikirsch. Dafür haben sich die Schüler im Vorfeld Sponsoren gesucht, die ihnen für jede gelaufene 700-Meter-Etappe einen selbst festgelegten Geldbetrag spenden. „Jede bewältigte Etappe auf dem zwei Kilometer langen Rundkurs wird abgestempelt“, erklärt Klara Dopieralla. Die 14-Jährige gehört zum Organisationsteam, das die Projektgruppen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mit einem Lehrkräfteteam beider Schulen gebildet haben. Für die „Abrechnung“ sorgen Mathelehrer vor Ort.

Nach einer Eröffnung durch die Schulleitungen starten gestaffelt jeweils die Klassen eines Jahrgangs beider Schulen gemeinsam am Eingang des Waldes an der Hauptstraße, beginnend mit den fünften Klassen.

Kontakt halten die Oldenburger Schulen zur Schulverwaltung in der Region Rojava, zu der Kobanê gehört. Sie erfuhren aus den Briefen, dass 3000 Kinder in der Stadt bereits wieder zur Schule gehen, bisher aber erst sieben von ehemals 15 Schulen wieder geöffnet werden konnten und es auch dort noch Probleme bei der Ausstattung gibt. OBS und HLS haben jetzt eine offizielle Einladung nach Kobanê erhalten, um eine Schulpatenschaft abzuschließen. „Das ist unser erklärtes Ziel“, nickt Birgit Zwikirsch. Sofern es die Sicherheitslage erlaubt und die hiesige Schulbehörde grünes Licht gibt, ist eine Reise für Anfang nächsten Jahres geplant. „Wir möchten dann auch Schüler aus Kobanê zu uns einladen.“

Unterstützt wird das Schulprojekt von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, vom aus Oldenburg stammenden TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf – er ist „Schule ohne Rassismus“-Pate der OBS Eversten – sowie von mehreren Oldenburger Betrieben und Initiativen. Für die Familie von Mohammad Jan Ahmad bleibt damit die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft erhalten.

Oldenburger Schulen
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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