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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

4326 Menschen wollen Mike helfen

16.04.2007

OLDENBURG 4326 Menschen kamen gestern zum Bluttest ins Neue Gymnasium. In zwei bis drei Wochen steht das Ergebnis der Typisierungs-Aktion fest.

Von Esther Rothstegge OLDENBURG - Nur ein kleiner Pieks und wenige Sekunden später ist das Röhrchen auch schon mit Blut gefüllt. Fünf Milliliter reichen aus, um zu überprüfen, ob man als Stammzellspender für Mike oder andere Menschen in Frage kommt. „Hilfe für Mike und andere“: Unter diesem Motto stand auch die Typisierungsaktion für den leukämiekranken Mike Schnase, die gestern im Neuen Gymnasium an der Alexanderstraße stattfand. 4326 Menschen kamen zum Bluttest.

Mit dabei auch Oberbürgermeister Gerd Schwandner, Mediziner und Schirmherr der Aktion (zusammen mit Minister Lutz Stratmann), der auch gleich zur Spritze griff und ein Röhrchen mit Blut füllte. In die Aula des Neuen Gymnasiums war er mit seiner Frau Annette gekommen, die sich wie viel andere auch typisieren ließ. In einer kurzen Ansprache dankte Gerd Schwander nicht nur den vielen ehrenamtlichen Helfern, sondern auch den Menschen, die sich typisieren ließen und dafür auch längere Wartezeit in Kauf nahmen.

Bereits vor 10 Uhr warteten nämlich rund 400 Menschen vor dem Schulgebäude. Mike Schnase und seine Familie waren bei dem Anblick der langen Schlange ganz überwältigt. „Das ist wirklich toll“, sagte der 17-Jährige. „Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Aktion gerade erst angefangen hat.“ Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes versorgten die Wartenden mit Getränken, und ein Zauberer sorgte für Unterhaltung.

Auch Sonja Simentschitsch vom Aktionsteam der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) war begeistert von der Hilfsbereitschaft der Oldenburger. „Mit 2000 Menschen hatten wir gerechnet, alles darüber hinaus ist einfach toll“, sagte sie. Fast nebenbei kamen auch noch einmal rund 20 000 Euro für die Aktion zusammen.

200 freiwillige Helfer waren im Schichtdienst von 9.30 bis 13 Uhr und von 13 bis 17 Uhr im Einsatz. Unter den Helfern die Johanniter, Mitarbeiter des Großhandels Carl Wilhelm Meyer und Ärzte der Bundeswehr. Auch Menschen, die eigentlich zum Bluttest kamen, erklärten sich spontan bereit, mitzuhelfen.

Die Blutproben werden gleich heute Morgen ins Labor gebracht. Ein Ergebnis gibt es in spätestens zwei bis drei Wochen.

Aber nicht nur in der Aula des Neuen Gymnasiums war gestern viel Betrieb. Auch nebenan auf dem VfL-Platz und in der Robert-Schumann-Halle war einiges los. Verschiedene Spiele, Essen sowie kalte und warme Getränke für die Kleinen und Großen hatte der VfL organisiert.

Alle, die gestern keine Zeit hatten oder bei denen das Blut nicht fließen wollte, können auch in die ständige Einrichtung der DKMS ins Pius-Hospital kommen. Jeden ersten Dienstag im Monat wird dort zwischen 9 und 12 Uhr typisiert. Außerdem ist es möglich, das Blutabnahmematerial und die Einverständniserklärung online oder telefonisch anzufordern und das Blut dann beim Hausarzt abnehmen zu lassen. Mehr Infos unter Tel. 07071/9430 oder im Internet unter

www.dkms.de

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