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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Abschied für Schulleiter

27.06.2013

Ein Generationswechsel vollzieht sich in vielen Schulleitungen: In den vergangenen Tagen wurden Günther Hoyndorff am Gymnasium Eversten, Hartmut Steinhauer an der IGS Flötenteich, Wieland Herold am Neuen Gymnasium, Thekla Dayen und Heinz-Georg Alisch an der BBS 3 und Dr. Hans Fittje an der Fröbelschule verabschiedet.

Günther Hoyndorff

Nach seinem Mathe- und Physikstudium in Hannover hat Günther Hoyndorff, der aus Goslar stammt und im September 65 Jahre alt wird, von 1975 bis 1996 an der Cäcilienschule gearbeitet, fast 20 Jahre davon als Oberstufenkoordinator. Udo Tolle, der viele Jahre schulischer Weggefährte des GEO-Leiters war, sagte gegenüber der NWZ : „Ich kenne Günther Hoyndorff seit unserer Referendarzeit. Er hat bei seiner Vorstellung als Schulleiter am GEO 1996 gesagt: ,Das Motto jeder guten Schule sollte guter Unterricht sein. Punkt.’ Das war für ihn nicht banal, das hat er konsequent durchgezogen, den Unterricht ins Zentrum gerückt und sich sehr darum gekümmert.“

Die Tür zum Schulleiterzimmer „war immer offen“, erzählt Tolle. „Hoyndorff war immer ansprechbar und dialogbereit und hatte stets Zeit für alle.“ Er sei „kein autoritärer Schulleiter, sondern ein kooperationsfreudiger Schulentwickler und Motivator“. Hoyndorff zeichne seine große Analysekompetenz aus und seine schlaue Gewitztheit hinter dem ungestelzten Auftreten. Tolle: „Die Schüler fühlen sich am GEO wohl – und das hängt auch mit der Schulleitung zusammen.“

Neuer Leiter des GEO wird Andreas Jacob (49), der aus Bremen stammt. Der Vater von drei Kindern, der in Oldenburg Evangelische Religion und Biologie studiert hat, wohnt in Großenkneten.

Wieland Herold

Am Neuen Gymnasium ist Schulleiter Wieland Herold verabschiedet worden. Herold, der Deutsch und Geschichte studierte, war zuletzt Oberstufenkoordinator in Göttingen, bevor er 1998 Leiter am NGO wurde. Der 63-Jährige ist seit fast 20 Jahren Mitglied in der Jury „Spiel des Jahres“.

Auf seiner Abschiedsfeier blickte Herold positiv auch auf die Beschlüsse der jüngsten Gesamtkonferenz zurück: So gebe es gute Festlegungen, um die Entwicklung jedes Einzelnen noch besser zu fördern, die soziale Verantwortung stärker ins Zentrum zu rücken, sich der Inklusion zu stellen, und erfolgreich zu fördern und zu fordern. Herold: „Das ist die Schule der Zukunft.“

Herold deutete auch Sympathien für gewisse Sichtweisen des Philosophen und Bildungskritikers Richard David Precht an. Das Bildungssystem dürfe nicht weiter dem Maßstab „der ökonomischen Nützlichkeit und Beschleunigung ausgeliefert werden“. Wer bereits mit 17 Jahren sein Abi mache, habe „in seinem Lebenslauf vieles weggelassen, was ein Leben erst rund und komplex macht“, zitierte Herold, der sich auch für die Rückkehr zu G9 stark macht, den Philosophen. Auf etwas so Wichtiges wie soziale Kompetenzen und Persönlichkeitsbildung könne „nicht nur fachunterrichtlich vorbereiten werden“. Herold: „Hier wünsche ich mir eine radikale Entschlackung, die keine Rücksicht auf Fachegoismen nimmt, um neue Freiräume zu schaffen.“

Zum Abschluss nutzte Herold seine Rede, um auf drei empfehlenswerte Spiele hinzuweisen, die für das „Spiel des Jahres 2013“ nominiert sind: „Augustus“, „Qwixx“ und „Hanabi“ – Letzteres mit der schultauglichen Strategie der Kooperation, „damit keiner auf der Strecke bleibt“.

Neue Leiterin wird Katrin Wutschke (42), die aus Zschopau/Erzgebirge stammt und Deutsch und Französisch studiert hat. Sie arbeitete auch schon am Abendgymnasium Oldenburg, in der Landesschulbehörde und zuletzt als stellv. Leiterin des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums Großenkneten.

Hartmut Steinhauer

Die Schülerschaft der IGS Flötenteich stand am Dienstag Spalier, um ihren Schulleiter Hartmut Steinhauer als Zeichen ihrer Verbundenheit mit großem Beifall in den Ruhestand zu verabschieden. Steinhauer war vor fast 20 Jahren Leiter der Planungsgruppe zur Einrichtung der IGS Flötenteich. Die Schule wurde am 1. September 1994 gegründet, und er übernahm das Amt des Schulleiters bis heute. Grundgedanke des Konzepts sei immer gewesen, „wie eine Schule gestaltet sein muss, in der Schülerinnen und Schüler mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten, Interessen und Talenten sowie unterschiedlichen sozialen Erfahrungen gemeinsam lernen können und jedes einzelne Kind bestmöglich gefördert wird“. Zu den zahlreichen Erfolgen seiner Leitungszeit gehörte die Einrichtung der gymnasialen Oberstufen 2006. Kollegium und Schüler verabschiedeten am Dienstag „einen hervorragenden und erfahrenen Pädagogen, einen kompetenten und toleranten Schulleiter“.

Neue Leiterin wird Hannelore Lüllwitz, die derzeitige Stellvertreterin.

Hans Fittje

Verabschiedet wurde nach über 26 Jahren auch der Leiter der Fröbelschule, Dr. Hans Fittje (64). Die stellv. Leiterin Susanne Behrens wird die Leitung zunächst kommissarisch übernehmen. Fittje wurde 1987 Nachfolger von Gerda Pfortmüller. Behrens sagte, der Schulinspektionsbericht von 2007 dokumentiere, wie stark sich die Fröbelschule seit Bestehen des Regionalen Integrationskonzepts RIKO um die Verbreitung integrativer Maßnahmen und präventiver Arbeitsformen auch an den Grund- und Hauptschulen der Stadt verdient gemacht habe. „Entscheidende Wege wurden geebnet, auf die die Inklusion jetzt bauen kann.“ Die Schule hat unter der Leitung von Fittje zahlreiche, auch bundesweite, Auszeichnungen erhalten, etwa für die tolle Schülerfirma „miksmaks“.

Die Schule fusioniert nun mit der Comeniusschule.

Thekla Dayen

Verabschiedet wurden außerdem – wie bereits größer berichtet – die Leiterin der BBS 3, Thekla Dayen (65), und der stellv. Leiter der BBS 3, Heinz-Georg Alisch (65).

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