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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Bildung

Aktion für weltoffene Stadt

22.10.2014

Oldenburg Neue Impulse für die Erinnerung: Um an das Schicksal der 1938 aus Oldenburg deportierten Jüdinnen und Juden zu erinnern, haben sich die Organisatoren des Erinnerungsgangs von 2013 und 2014 zusammen mit der Stadt etwas Besonderes einfallen lassen: QR-Codes auf einer Steinstele und bedruckte Aufkleber sollen zu zwei Internetseiten zum Erinnerungsgang leiten (siehe unten) und zu weiteren Aktivitäten, die damit verbunden sind. Damit soll das Thema auch öffentlich zugänglicher werden. Der QR-Code ermöglicht den unmittelbaren Zugriff auf die Inhalte einer Internetseite mit einem Smartphone.

Die Aktion wurde am Dienstag an der neuen QR-Code-Stele, die Steinmetz Jan Wandscher gefertigt hat, neben der Informationstafel zur ehemaligen Synagoge in der Peterstraße präsentiert. Organisiert wird sie vom Arbeitskreis Erinnerungsgang, der IGS Flötenteich, dem Neuen Gymnasium und der Stadt.

Der Erinnerungsgang setzt ein Zeichen des Gedenkens. Er verläuft über die Route, auf der 1938 jüdische Oldenburger durch die Stadt getrieben wurden, um sie dann ins KZ Sachsenhausen zu deportieren. Der Arbeitskreis Erinnerungsgang organisiert seit 1981 die Veranstaltung. Seit 2005 übernimmt jährlich eine Oldenburger Schule die Schirmherrschaft und unterstützt den Arbeitskreis bei der Organisation.

An den Schulen setzen sich die Schüler mit lokalen Bezügen des Naziregimes in Oldenburg auseinander. Es finden Workshops und Projekte zu Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Menschenrechte statt.

Dieses Jahr wird der Gang durch Schülerinnen und Schüler des Neuen Gymnasiums organisiert. Im vergangenen Jahr haben das Schüler der IGS Flötenteich übernommen und u.a. das multimediale Projekt „Erinnerungsgang goes public“ organisiert, unter diesem Titel wurde auch eine Internetseite erstellt mit Filmbeiträgen und Interviews zu den Themen Holocaust, Rassismus und Toleranz.

Der Aufkleber zum Erinnerungsgang enthält als zentrales Motiv den QR-Code und den Satz „Für ein geschichtsbewusstes und weltoffenes Oldenburg!“. Unterstützt wird die Aktion von der Stadt, dem Land, mehreren Einrichtungen und Geschäften, City Management und dem Steinmetz Jan Wandscher. Die Initiatoren wünschen sich, dass weitere Geschäfte und Einrichtungen den QR-Code an ihren Fenstern aufkleben; den Aufkleber gibt es auch bei der Stadt unter Tel. 235-21 88.


  www.erinnerungsgang.de, www.erinnerungsgang-goes-public.de 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-stadt 
Profile aller weiterbildenden Schulen in Oldenburg. Welche Schule passt am Besten?

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